Baldrian

Der Baldrian (Valeriana officinalis) ist eine bekannte heimische Wildpflanze und gleichzeitig ein altbewährtes Heilkraut .

Die Blüten duften zart und angenehm. Bei diesen zarten Düften und dem luftigen Erscheinungsbild wundert es nicht, dass Baldrian zart beruhigend aufs Nervensystem und den Körper wirkt. 

Der heutige Name Baldrian geht auf den Gott der Sonne und der Gerechtigkeit Balder zurück. Womöglich wurde der Name sinnbildlich verwendet, um zu suggerieren, dass der Baldrian jenen Menschen helfe, die Milde und Hilfe benötigten. 

 

 

Heilwirkung

beruhigend,
entspannend,
konzentrationsfördernd,
krampflösend,
schlaffördernd 

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Valerensäure, Baldriansäure, Sesquiterpene, Arnikaflavon, Hydrophile Lignane, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harz, Alkaloide

Sammelzeit

Wurzel Oktober,

Blüten: Juli / August

Botanisch

Standort   Sonne bis Halbschatten 

Boden       durchlässig 

Wasser     feucht 

Nährstoffe normaler Boden

Staude      70-150 

Blüte         Juni bis August rosa

Kübel/Balkon geeignet ja

Wirkungsweise

Die Wurzel des Baldrians wirkt in erster Linie beruhigend. 

Die Wirkung des Baldrians ist durch medizinische Studien untermauert. Selbst die Funktion der einzelnen Wirkstoffe wurde untersucht. 

Die Sesquiterpene im Baldrian verändern die Funktion und die Erregungsübertragung der sogenannten GABA-Rezeptoren in Nervenzellen. Das führt zu einer entspannenden und entkrampfenden Wirkung. Die Valerensäure im Baldrian unterstützt diese Wirkung, indem sie die Stoffwechselaktivität der Nervenzellen verändert. 

Durch diese entspannende Wirkung kann man den Baldrian nicht nur bei Schlafstörungen und Nervosität einsetzen, sondern auch bei zahlreichen Gesundheitsbeschwerden, die mit Unruhe und Verkrampfungen einher gehen.

Anwendung

Bei allen Zuständen von Nervosität, Schlaflosigkeit und vielen psychosomatisch bedingten Krankheiten (z.B. Magengeschwür oder - krämpfe) kann Baldrian als Tee, Tinktur oder Pulver (z.B. Tabletten) eingesetzt werden. 

Bei Schlaflosigkeit empfiehlt sich vor dem Schlafengehen ein Tee aus Baldrian, Hopfen, Beifuß und Melisse, der in kleinen Schlucken langsam getrunken wird. 

Da Baldrian nicht müde macht, kann er auch bei Prüfungsangst eingesetzt werden. Inzwischen gibt es Baldrianprodukte in jedem größeren Supermarkt. Sie können viele Psychopharmaka ersetzen, weil sie nicht nur ungefährlicher wirken sondern auch nicht süchtig machen.

 

Baldrian-Tee bevorzugt als Kaltauszug

Am besten setzt man den Baldrian-Tee als Kaltauszug an. 

Dazu übergießt man ein bis zwei Teelöffel Baldrian-Wurzel mit einer Tasse Wasser. Den Tee lässt man etwa zwölf Stunden ziehen. Dann filtert man ab und erwärmt den Tee auf Trinktemperatur. 

In kleinen Schlucken trinken. 

Bei Eile oder in Teemischungen kann man die Baldrian-Wurzel auch als Aufguss zubereiten und den Tee dann 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. 

 

Baldrian-Blüten als Tee

Wer will, kann auch die Blüten des Baldrians als Tee einsetzen. 

Die Baldrian-Blüten sind deutlich milder als die Wurzel und riechen angenehmer. 

Im Handel sind sie normalerweise nicht erhältlich, man muss sie also selber ernten. 

Mit den Baldrian-Blüten kann man wahlweise einen Kaltauszug oder einen Aufguss zubereiten und als Tee trinken. 

 

Baldrian-Tinktur

Um eine Baldrian-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Baldrian in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. 

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. 

Von dieser Tinktur nimmt man abends oder bei Bedarf ein bis zwei Teelöffel ein. 

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. 

 Fertigprodukte mit Baldrian

Im Handel und in Apotheken werden jede Menge Tabletten und Dragees mit Baldrian angeboten. 

Die Dosierung dieser Mittel ist sehr unterschiedlich und reicht von leicht, für die Anwendung am Tage, bis zu stark, bei ausgeprägten Schlafstörungen. 

Häufig sind die Baldrian-Mittel auch mit anderen Heilpflanzen kombiniert, beispielweise Hopfen, Melisse oder Passionsblume. 

Baldrian-Blüten als Schlafkissen

Die zarten Baldrian-Blüten kann man in Form eines Kräuterkissens als Einschlafhilfe verwenden. 

Dazu füllt man getrocknete Baldrian-Blüten in einen kleinen (selbstgenähten) Kissenbezug aus Stoff. 

Zur Ergänzung der Wirkung kann man zusätzlich Lavendelblüten, Melisse und Hopfenzapfen in das Kissen füllen. 

Das Kissen legt man im Bett neben das Kopfkissen, um den sanften Duft einatmen zu können. 

Brennnessel

Brennnesseln kennt jedes Kind. Wer es wagt, die Brennnessel zu berühren bei dem hinterlassen die feinen Brennhaare mindestens ein unangenehmes Gefühl auf der Haut. Wer Pech hat, trägt schmerzende Quaddeln davon. So schützt sich die Pflanze vor Fressfeinden. 

Neben dieser schmerzhaften Eigenschaft hat die Brennnessel jedoch viele positive. Sie ist eine wahre Vitaminbombe und schon seit Jahrtausenden als Heil- und Kulturpflanze bekannt. Ihr Vitamingehalt ist wesentlich höher als der eines Kopfsalates, sie enthält Karotinoide, Kalium, Kalzium, Eisen und Chlorophyll. Dieser hohe Nährstoff- und Vitamingehalt machen die Brennnessel zu einem wahren Wundermittel. Auch die Samen sind essbar. Sie werden in vielen Kulturen als Aphrodisiakum eingesetzt, man kann sie bei einem Spaziergang im August/September leicht ernten. 

Für 2022 hat der NHV Theophrastus die Große Brennnessel zur Heilpflanze des Jahres ernannt. Von der Brennnessel wird das gesamte Kraut einschließlich der Wurzel therapeutisch genutzt. Paracelsus wusste schon vor 500 Jahren: „Wenn man sie kocht und mit Pfeffer oder Ingwer mischt und auflegt, hilft dies bei Gelenkschmerzen.“ Heute ist die gute Wirksamkeit von Brennnesseln bei rheumatischen Erkrankungen wissenschaftlich erwiesen, ebenso bei Harnwegsinfekten oder Nierengrieß. 

Am Wegesrand wächst sie und ist sie für jeden zugänglich und dabei kostenfrei.

 

 

Heilwirkung

blutreinigend, 
blutbildend,
blutstillend,
Stoffwechselfördernd, 
Haarwuchsfördernd nd 

Inhaltsstoffe

Vitamin A ,Vitamin C, Eisen, Eiweiß, Folsäure,Kalium, Kieselsäure, Magnesium, Karotinoide, Kalzium, Chlorophyll, Flavonoide

Sammelzeit

März bis August, Samen: Frühherbst

Botanisch

Standort Halbschatten bis Schatten

Boden durchlässig 

Wasser frisch bis trocken 

Nährstoffe nährstoffreicher Boden 

Staude  30 bis 150 Zentimeter. Blütenfarbe: grün. Blütezeit: Juli bis September 

Wirkungsweise

Die Blätter oder das Kraut der Großen Brennnessel führen zur Erhöhung der Harnmenge und dadurch zur Durchspülung der ableitenden Harnorgane bei entzündlichen Erkrankungen oder zur unterstützenden Behandlung bei bakteriell bedingten Harnwegserkrankungen. Ebenso nützt man die Durchspülung mit größeren Teemengen vorbeugend oder zur Behandlung bei Nierengrieß. Innerlich und äußerlich können verschiedene Zubereitungen auch bei Gliederschmerzen, Gelenksentzündungen (Arthritis, Arthrose) oder zur Behandlung rheumatischer Beschwerden eingesetzt werden. Ob in letzteren Fällen und bei Prostataerkrankungen Brennnesselextrakte sinnvoll oder ausreichend sind, sollte mit einem Arzt entschieden werden.

Wissenschaftliche Berichte belegen, dass der Einsatz von Extrakten aus den Wurzeln (Rhizom und Wurzeln) der Brennnessel bei der benignen Prostatahyperplasie (der gutartigen Vergrößerung der Prostata) im Stadium I und II zur Besserung von oben angesprochen Problemen führen.

In der Volksmedizin kommen zu den oben erwähnten Indikationen noch die Pflege des Haarbodens mit Brennnesseltinktur und verschiedene andere Erkrankungen dazu, die von der Wissenschaft nicht anerkannt sind wie die Anwendung der Brennnesselfrüchte zur unterstützenden Behandlung verschiedener gesundheitlicher Probleme.

Vorsicht mit Brennnesselextrakten ist geboten bei eventuell auftretenden allergischen Reaktionen und bei Ödemen (Wasseransammlungen), die durch eine eingeschränkte Nieren- oder Herztätigkeit bedingt sind 

Anwendung

Die Brennnessel ist eine hervorragende Stoffwechsel-Pflanze. Vor allem als Frühjahrskur wirkt sie Wunder, indem sie all die Schlacken des Winters aus dem Körper ausspült. Man kann sie als Brennnesseltee trinken, im Salat, in der Suppe und wie Spinat essen. Gut gewürzt und mit zusammen mit anderen Kräutern schmeckt das alles wunderbar und gibt frische Kräfte. 

Brennesseltee ist ein beliebter Tee zur Entschlackung und Anregung des Stoffwechsels. 

Als Tinktur kann man die Brennnessel gegen Haarausfall in die Kopfhaut einmassieren. 

Außerdem macht sie sich getrocknet in Nieren-Blasen-Teemischungen sehr gut. Sie hilft auch gegen Rheumatismus und Gicht, weil sie die Giftstoffe aus dem Körper ausspült. 

Besonders mutige Rheumapatienten lassen sich mit der ganzen Pflanze schlagen, um die Reizwirkung des Brennnesselgiftes auszunutzen. Bei dieser Methode sollte man jedoch vorsichtig sein, weil es auch zu Überreaktionen auf das Brennnesselgift kommen kann. 

Die Brennnesselsamen geben Kraft und wirken gut bei Erschöpfungszuständen. 

Auch die Brennnesselwurzel kann man als Heilkraut anwenden. 

Frauenmantel

Der Frauenmantel ist eine zarte Pflanze mit kelchartigen gelappten Blättern, in denen sich morgens Tautropfen sammeln. Seine Blüten sind zartgelbe doldige Rispen. Der Frauenmantel ist in der Volksheilkunde ein beliebtes Mittel bei Frauenleiden verschiedenster Art.

Die Heilkraft des Frauenmantels sitzt in der ganzen Pflanze. Man kann also Blätter, Stängel und Blüten nehmen. Früher wurden sogar die Wurzeln eingesetzt.

Außer im Winter kann der Frauenmantel zu allen Jahreszeiten gesammelt werden. Um den Johannistag herum ist jedoch die beste Zeit zum Sammeln und Ernten. Man kann Frauenmantel auch problemlos selbst trocken: Einfach ein paar Büschel umgekehrt zum Trocknen in der Sonne aufhängen.Die Wasserperlen, die sich im Blatt des Frauenmantels sammelt, sind nicht nur Tau, sondern der Pflanzensaft des Frauenmantels. Sogenannte Guttationstropfen. Dieses Wasser ist von größter Reinheit und könnte als Pflanzendestillat bezeichnet werden. Frisch auf das Gesicht aufgetragen verhilft es zu einem frischen Aussehen und soll sogar faltenglättend wirken.

Heilwirkung

adstringierend,
beruhigend,
blutbildend,
blutreinigend,
blutstillend,
harntreibend,
krampflösend,
Muttermilch fördernd
tonisierend

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe, Bitterstoffe, Phytosterin, Glykoside, Saponine, Tannine, Salicylsäure

Sammelzeit

Botanisch

blühend von Mai-September

 

Standort Sonne bis Schatten 

Boden  lehmig

Wasser feucht bis frisch 

Nährstoffe nährstoffreicher Boden 

Staude 20-60cm 

Blüte    Mai bis Juni gelb

Kübel/Balkon geeignet

ja

Wirkungsweise

Im Frauenmanteltee ein Wirkstoff enthalten, der dem menschlichen Hormon Progesteron ähnelt. Dieses Phytohormon kann die Produktion des Gelbkörperhormons regulieren und damit den weiblichen Zyklus normalisieren. Außerdem wirkt sich der Inhaltsstoff positiv auf Schwangerschaften aus. Auch verhindert Progesteron die Östrogendominanz, die an der Entstehung von Brustkrebs beteiligt sein soll.

Aufgrund dieser Inhaltsstoffe wird Frauenmanteltee traditionell bei PMS, dem Prämenstruellen Syndrom, also Beschwerden in Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus, eingesetzt. Dies können zum Beispiel Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen oder Reizbarkeit sein.
Auch gegen Unterleibsentzündungen, Ausfluss sowie unregelmäßige Periode kann der Tee helfen und durch seine Zyklus-normalisierende Wirkung bei bestehendem Kinderwunsch verwendet werden. Nicht zu vergessen sind Wechseljahresbeschwerden, die aufgrund von hormonellen Veränderungen auftreten. 

Nicht nur bei Frauenbeschwerden kann der Frauenmantel helfen, sondern auch bei vielen anderen gesundheitlichen Problemen bietet er sich an. 

Frauenmanteltee lindert Beschwerden der Atmungsorgane, wie Husten, Erkältung und Schnupfen. 

Auch die Verdauung wird vom Frauenmantel gefördert und sanft ausgeglichen. 

Ein schwaches Herz wird gestärkt und die Blutgefäße elastischer. 

Die Wirkung auf das Nervensystem kann Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit lindern. 


 

Anwendung

Bei Frauenbeschwerden

Frauenmantel ist, wie der Name schon sagt, ein sehr wichtiges Frauenheilkraut und wird bei jeder Art von Frauenleiden entweder pur oder in Mischung mit anderen Kräutern beispielsweise als Tee, Zäpfchen oder Salbe eingesetzt.

Da der Frauenmantel hormonregulierend wirkt, wird er volksmedizinisch seit langem schon mit Erfolg bei Menstruationsbeschwerden, Unfruchtbarkeit oder bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt und begleitet Frauen somit hilfreich von der Pubertät bis in die Wechseljahre.

In der ersten Zyklushälfte regt er den Eisprung an und erhöht die Empfängnisfähigkeit, in der zweiten Hälfte reguliert er die Gelbkörperhormone und beugt Menstruationsbeschwerden sowie Stimmungsschwankungen vor.

 

für die Knochen

Frauenmantel hat eine knochenstärkende Wirkung und wird zur Osteoporose-Prophylaxe genutzt.

Aber auch, wenn man gestochen wird, sich irgendwo anstößt oder sich schneidet kann man das frische, zerquetschte Kraut auflegen.

Bei Rheuma hat der Frauenmantel eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung wie schulmedizinische Medikamente.

 

für die Haut

Äußerlich angewandt hilft Frauenmantel-Tee als Bad, Umschlag oder Waschung gegen vielerlei Hautbeschwerden. 

Gegen Geschwüre kann man Bäder anwenden, gegen Ekzeme Waschungen und zum Schmelzen eitriger Furunkel Umschläge.

Gänseblümchen

Schon kleine Kinder kennen und lieben das freundliche Gänseblümchen, das Wiesen mit leuchtenden weiss-gelben Tupfern verziert. In der antiken römischen Medizin wurden Gänseblümchen bereits für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt. Wir wissen von Aufzeichnungen, dass römische Feldärzte die Pflanze oft in Säcken trugen und sie bei Schlachten verwendeten, um die Wunden der Soldaten zu behandeln.Gänseblümchen wurden nicht nur in der westlichen Medizin verwendet, sondern auch in verschiedenen traditionellen medizinischen Systemen auf der ganzen Welt, wie in der traditionellen chinesischen Medizin und in der ayurvedischen Lehre. Hierbei wurden sie zur Behandlung von Hauterkrankungen, Magenbeschwerden und Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Heilwirkung

regt Kollagenbildung an

antidiabetisch

antioxidativ

entzündungshemmend

schleimlösend

beruhigend

Blutdrucksenkend

blutreinigend,
blutstillend,
harntreibend,
krampfstillend,
schmerzstillend,
 

Inhaltsstoffe

Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle, Anthoxanthin, Flavonoide, Fumarsäure, Schleim, Inulin 

Sammelzeit

März bis November

 

Botanisch

Standort Sonne bis Halbschatten 

Boden lehmig 

Wasser feucht bis frisch 

Staude 5-15

 Blüte Mai bis November weiß

Balkon geeignet ja

Wirkungsweise

Gänseblümchen wirken entzündungshemmend, schleimlösend und stoffwechselanregend und werden traditionell zur Heilung von Hautverletzungen und bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Sie können äußerlich bei Prellungen, Quetschungen, Insektenstichen oder Wunden verwendet werden, innerlich als Tee zur Linderung von Husten und zur Stärkung der Abwehrkräfte. Die Pflanze enthält zudem Vitamine, Mineralstoffe und Bitterstoffe


 

Anwendung

Gänseblümchen-Tee

Für einen Gänseblümchentee wird ein Teelöffel Gänseblümchen mit 200 ml kochenden Wasser übergossen.

Ein Tee aus den Blättern des Gänseblümchens regt Appetit und Stoffwechsel an, fördert die Verdauung und kann durch seine krampfstillenden Fähigkeiten auch Husten lindern. Dank seiner harntreibenden Eigenschaften kann Gänseblümchen-Tee auch Ödeme schwinden lassen. 

Äußerlich angewandt kann Gänseblümchen-Tee Ausschläge lindern, unreine Haut klären und hartnäckige Wunden heilen 

Tinktur aus Gänseblümchen

Um eine Gänseblümchen-Tinktur selbst herzustellen, übergiesst man Gänseblümchen in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Man kann sie auch äusserlich für Einreibungen gegen Quetschungen und Verrenkungen anwenden. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Äußerliche Anwendung und Wirkung der Gänseblümchentinktur: 

entzündungshemmend

Hautkrankheiten

Hautausschläge

Muskelverspannungen

unreine Haut

Verrenkungen

Wunden

Quetschungen

Das Gänseblümchen in der Kosmetikindustrie

Aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe und heilenden Eigenschaften hat das Gänseblümchen seinen Weg in die Kosmetikindustrie gefunden. Es ist bekannt für seine entzündungshemmenden und hautberuhigenden Wirkungen und wird daher oft in Hautpflegeprodukten wie Cremes, Lotionen und Seifen verwendet. Besonders bei gereizter und empfindlicher Haut trägt das Gänseblümchen dazu bei, Rötungen und Irritationen zu lindern. Darüber hinaus soll es bei regelmäßiger Anwendung dazu beitragen, den Teint zu verbessern und die Haut zu revitalisieren, was es zu einem wertvollen Bestandteil in vielen Anti-Aging-Produkten macht.

Johanniskraut

Johanniskraut scheint die Kraft der Sonne förmlich aufzusaugen. Die kleinen, gelben Blüten strahlen mit der Sonne um die Wette und speichern die Energie. Besonders in der Winterszeit profitieren wir von der Wirkung des Johanniskrauts. Denn es stärkt unsere Nerven und bringt in der dunklen Jahreszeit Licht in unsere Seele. Das Johanniskraut ist die bekannteste typische Mittsommerpflanze. Selbst sein Name stammt vom Johanni-Tag am 24. Juni ab. In den Tagen um die Sommersonnenwende öffnet das Johanniskraut seine leuchtend gelben Blüten an Wegrändern, lichten Gebüschen, Böschungen und sogar auf Schuttplätzen. Wie kaum eine andere Pflanze ist das Johanniskraut mit der Sonne assoziiert, dessen Kraft sie an den längsten Tagen des Jahres aufnimmt, um sie in den dunkleren Tagen des Winters an uns Menschen abzugeben. Das Johanniskraut bringt wärmende Sonnenstrahlen in depressive Gemüter. Das wusste schon Paracelsus im Mittelalter und heutzutage wird dieses Wissen sogar von der Schulmedizin bestätigt..

Heilwirkung

abschwellend,
adstringierend,
antibakteriell,
beruhigend,
blutblidend,
blutstillend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
krampflösend,
schleimlösend,
schmerzstillend,
tonisierend

Inhaltsstoffe

Hypericin, Hyperforin, Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, äther. Öl, Harz, Myristinsäure, Hyperinrot, Phytosterin, Stearin, Taraxasterol, Violaxanthin, Beta-Sitosterol, Phytosterole

Sammelzeit

Ende Juni bis September 

 

Standort Sonne bis Halbschatten 

Boden durchlässig bis humos 

Wasser frisch bis trocken 

Nährstoffe: normaler Boden 

Staude 30-60 cm 

Blüte Juni bis August gelb

Kübel geeignet

Botanisch

Wirkungsweise

Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend bei leichten bis mittelschweren Depressionen, hat entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften und unterstützt die Wundheilung. Äußerlich angewendet, kann es bei Hautproblemen und Verspannungen helfen, während die innere Anwendung auch bei Schlafstörungen und Unruhe unterstützend wirken kann.

Johanniskraut kann Schlafprobleme lindern, indem es innere Unruhe reduziert, die Stimmung aufhellt und eine entspannende Wirkung hat, was zu ruhigerem Ein- und Durchschlafen führen kann. Die beruhigende Wirkung ist oft auf die Linderung von nervösen Zuständen, Stress und leichten bis mittelschweren depressiven Verstimmungen zurückzuführen.  

Anwendung

Nervenmittel

Das Johanniskraut ist neben der Anwendung als Antidepressiv auc für andere Erkrankungen des Nervensystems eine wertvolle Heilpflanze. Es hilft gegen Nervosität, Schlaflosigkeit und Angstzustände. Auch Kopfschmerzen und Migräne können gelindert werden. 

Einen wertvollen Beitrag leistet das Johanniskraut auch gegen Neuralgien wie Trigeminusneuralgie oder Hexenschuss. Dazu kann man es innerlich einnehmen und ausserdem die betroffene Körperstelle mit Johanniskraut-Öl einreiben. 

In leichten Fällen von Epilepsie kann das Johanniskraut die Neigung zu Krampfanfällen vermindern. Diese Anwendung sollte jedoch unbedingt mit ärztlicher Begleitung erfolgen, denn einerseits kann Johanniskraut als Wechselwirkung die Wirkung von anderen Antiepileptika stören und andererseits hat ein Versagen der antiepileptischen Therapie potentiell gefährliche Folgen, wie Unfälle oder gar Status epilepticus mit möglicher Todesfolge. 


Verdauungsorgane

Das Johanniskraut stärkt Magen und Darm, lindert Entzündungen und hilft gegen Durchfall. 

Außer dem Tee kann man gegen Verdauungsbeschwerden auch das Johanniskrautöl innerlich einnehmen. Dazu nimmt man dreimal täglich einen Teelöffel des Öls. 

Andere innerliche Wirkungen

Außer den zahlreichen bereits beschriebenen innerlichen Einsatzgebieten kann man Johanniskraut-Tee oder Tinktur auch gegen Blasenentzündungen anwenden. 

Es hilft auch gegen Rheuma und Gicht. 

Sogar Bronchitis und andere Entzündungen der Atemorgane können gelindert werden. 

Äußerliche Anwendung

Man kann das Johanniskraut als Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Waschungen, Bädern und Umschlägen äußerlich anwenden. 

Die bekannteste äußerliche Anwendung des Johanniskrautes ist jedoch das leuchtend rote Johanniskraut-Öl, das aus den frischen Blüten hergestellt wird. 

Das Öl hilft gegen Muskelschmerzen, Zerrungen, Stichverletzungen, Quetschungen und andere Verletzungsfolgen. 

Auch leichte Verbrennungen, infizierte Wunden, Geschwüre und Neuralgien können durch Johanniskraut-Öl gelindert werden. 

Aufgrund seiner Vielfältigkeit gehört das Johanniskraut-Öl in jede Hausapotheke. 

Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse ist anders als die meisten anderen Pflanzen, die hier wachsen. 

Zuerst fallen nur ihre kreisrunden Blätter auf, an denen man die Kapuzinerkresse schon von weitem erkennt. 

Wenn sie dann zwischen Hochsommer und Herbst ihre leuchtenden Blüten entfaltet, verliert man die interessante Blattform fast aus dem Auge, denn die Blüten sind so schön anzusehen, das man sich an ihnen kaum sattsehen kann. 

Obendrein ist die Kapuzinerkresse so schattenverträglich, dass sie auch dunkle Stellen unter Bäumen oder andere Schattenplätze mit Grün und kräftigen Farben erfüllen. 

Man kann sowohl die runden Blätter als auch die Blüten essen und mit dem leicht scharfen Geschmack seine Speisen würzen. Das ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. 

Heilwirkung

anregend,
antibiotisch,
blutreinigend,
menstruationsfördernd,
pilztötend,
schleimlösend

Inhaltsstoffe

Vitamin C, Senfölglykoside , Flavonoiden und Carotinoiden

Juni bis Oktober

 

Sammelzeit

Botanisch

Standort Sonne bis Halbschatten 

Boden durchlässig bis humos 

Wasser frisch 

Nährstoffe: normaler bis nährstoffreicher Boden 

Einjährig 20-300

Blüte Mai bis Oktober gelb

Balkon und Kübel geeignet

Wirkungsweise

Kapuzinerkresse hat eine antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung, die auf ihre Senfölglykoside zurückzuführen ist. Sie wird hauptsächlich zur Behandlung von Atemwegsinfekten (wie Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündungen) und Harnwegsinfekten eingesetzt. Die Pflanze wirkt außerdem schleimlösend, immunstärkend (dank viel Vitamin C) und fördert die Verdauung.

Erst im 16. Jahrhundert brachten Spanier sie aus Peru mit nach Europa. Dort wurde sie traditionell in der Wundheilung eingesetzt. Später schätzten Seeleute die Samen gegen den gefürchteten Skorbut. Denn mit der Kresse hatten sie eine hochwertige Vitamin-C-Quelle gefunden. Seither bereichert sie auch unsere Heilkräuterapotheke.

Anwendung

Die Kapuzinerkresse ist bekannt für ihre Heilwirkung: Sie besitzt diverse weitere Vitamine sowie Mineralien und Spurenelemente. Sie hilft, das Blut zu reinigen, und unterstützt bei der Ausscheidung von Giftstoffen. Die Pflanze ist appetitanregend, fördert die Durchblutung und verschafft außerdem ein Gefühl von Wohlbefinden. Die in der Kresse enthaltenden Senfölstoffe wirken gegen Entzündungen bei Atemwegserkrankungen wie Nasennebenhöhlenentzündung und Bronchitis, aber auch bei Blasenentzündungen. Genau aus diesem Grund gilt die Kapuzinerkresse als natürliches Antibiotikum, gerade bei vielen bakteriellen Infekten. Sogar einen Virusinfekt kann man mit der scharfen Kresse bekämpfen. Sollte die Erkältungswelle Sie dieses Jahr also erwischen, fragen Sie in der Apotheke einfach nach einem Arzneimittel mit Kapuzinerkresse. Aber die Wirkung kennt auch Grenzen, dann muss ein richtiges Antibiokum her.Kapuzinerkresse kann man gegen Husten und Bronchitis einsetzen, weil sie schleimlösend wirkt. Außerdem hilft Kapuzinerkresse gegen Hals- und Rachenentzündungen aufgrund der antibiotischen Eigenschaften der in ihr enthaltenen Senfölglykoside. Da sie auch das Immunsystem stäkt, weil sie viel Vitamin C enthält, ist die Kapuzinerkresse eine hervorragende Heilpflanze gegen Erkältungen. 

Mit ihren harntreibenden Eigenschaften in Kombination mit der Desinfektion kann sie auch gegen Probleme des Harnapparates helfen. 

Man wendet die Kapuzinerkresse jedoch nicht als Tee an, sondern würzt damit seine Speisen, um in den Genuss ihrer gesundheitlichen Fähigkeiten zu kommen. 

Aus den frischen Teilen der Pflanze kann man eine Tinktur herstellen. 

Lavendel

Lavendel ist eine Pflanze, die ihren Namen im antiken Rom bekam. Der Name ist abgeleitet von „Lavare“, dem lateinischen Begriff für „waschen“ – da man Lavendel gern als Badezusatz verwendete. Es gibt über 30 verschiedene Lavendel-Arten. Besonders der Echte Lavendel (lat. Lavandula angustifolia P. Miller) gilt als gesund und kommt als Heilpflanze zum Einsatz. Der kleine Strauch mit den typischen violetten Blüten und graugrünen Blättern ist im Mittelmeerraum beheimatet. Vor allem die Provence in Frankreich ist als Anbaugebiet bekannt.

Die Blüten des Lavendels haben eine beruhigende Wirkung . Man trocknet sie und füllt sie in Duftkissen, um sie etwa auf den Nachttisch zu legen.

Auch Lavendelöl wird seit Jahrtausenden in der Naturheilkunde eingesetzt. Es wird mithilfe der sogenannten Wasserdampfdestillation aus frisch geschnittenen Blütenständen mit Stängeln gewonnen. Dazu ist eine ganze Menge Pflanzenmaterial nötig: Aus 120 Kilogramm Lavendelblüten entsteht nur ein Kilogramm Lavendelöl. Hauptbestandteile des Öls sind die Stoffe Linalool und Linalylacetat, die dem Lavendel seinen charakteristischen, intensiven Duft verleihen. Wegen seines Duftes nutzt man den Echten Lavendel auch zu kosmetischen Zwecken, etwa als Bestandteil von Parfüms und Seifen.

Heilwirkung

antiseptisch, 
beruhigend, 
blähungstreibend, 
harntreibend, 
krampflösend 

Inhaltsstoffe

ätherisches Öl, Gerbstoff, Glykosid, Saponin

Sammelzeit

Botanisch

Blüten

Juni bis August

 

Standort Sonne

Boden durchlässig 

Wasser trocken

Nährstoffe nährstoffarm

Staude 20 -50 

Blüte Juni bis Oktober rosa, blau

Kübel/Balkon geeignet: ja, 


 

Wirkungsweise

Lavendel beruhigt: Studien geben Hinweise darauf, dass Lavendel einen angstlösenden und antidepressiven Effekt hat. Es sind die ätherischen Öle, die dämpfend auf das zentrale Nervensystem wirken können. Auch bei Schlafstörungen ist Lavendel geeignet, da er die Einschlafzeit verkürzen und die Schlafdauer verlängern kann.

Lavendel kann Entzündungen hemmen, Schmerzen lindern und dazu beitragen, Krämpfe zu lösen. Er kann die Wundheilung fördern und das Immunsystem anregen und gilt als antiviral und antibakteriell.

Traditionell wird Lavendel vor allem bei nervösen Magen-Darm-Beschwerden, wie Blähungen, oder bei Krämpfen eingesetzt. Zudem wird er bei Wunden, etwa Verbrühungen verwendet, um die Heilung zu fördern. Lavendelöl gilt darüber hinaus als natürliches Hausmittel, um Insekten wie etwa Stechmücken abzuwehren.

Anwendung

Lavendelöl

Lavendel ist ein natürliches Heilmittel gegen innere Unruhe und Stress. Bei Stress produziert unser Körper vermehrt das Hormon Kortisol. Bereits fünf Minuten intensives Schnuppern an Lavendel-Duft genügen, um die Kortisolkonzentration wieder sinken zu lassen. Mittlerweile ist Lavendel ein zugelassenes Arzneimittel und wird vor allem bei innerer Unruhe, bei nervösen Erschöpfungszuständen, bei Einschlafstörungen und auch zur Behandlung von Angststörungen eingesetzt.

Lavendelölbäder helfen vor allem gegen Unruhe und Einschlafstörungen. Für ein entspannendes Bad etwa 20 Gramm Blüten mit siedendem Wasser aufgießen und nach zehn Minuten in die Wanne geben. 

Ein Tropfen Lavendelöl, auf die Schläfen gerieben, kann Spannungs-Kopfschmerzen lösen. 

Eine Massage mit Lavendelöl hilft bei verspannten Muskeln. 

Gegen Platz- oder Flugangst empfehlen Experten Lavendel-Weichkapseln. 

Lavendel-Tee 

Aus den frischen oder getrockneten Blüten lässt sich ein Tee zubereiten, der beruhigt, fiebersenkend wirkt und bei Verdauungsproblemen hilft. Die getrockneten Blüten werden mit heißem Wasser übergossen und müssen zehn Minuten abgedeckt ziehen, damit die wertvollen Lavendelöle ins Teewasser übergehen. Einen Teelöffel Blüten mit kochendem Wasser übergießen und den Tee dreimal täglich trinken. Der Sud kann auch äußerlich angewandt werden: Er hilft gegen Unreinheiten und unterstützt die Wundheilung, denn Lavendel wirkt antibakteriell.

Getrocknete Blüten gegen Motten

Getrockneter Lavendel hilft, lästige Insekten wie Motten zu vertreiben. Dazu den Lavendel ernten, wenn die Blüte voll entfaltet ist - nur dann bewahrt er beim Trocknen seine Wirkstoffe. Dann die Stängel zusammenbinden und mit den Blüten nach unten und an einem schattigen Platz aufhängen. Alles gut trocknen lassen, dann sorgsam jede Blüte abreiben und in kleine Baumwollsäckchen füllen.

 

Lavendel in der Küche 

In der Küche kann Lavendel vielseitig eingesetzt werden:

Für einen köstlichen Essig Lavendel-Blüten in Flaschen füllen und mit Weißweinessig übergießen. Gut verschlossen drei Wochen ziehen lassen. Danach die Blüten abseihen und fertig ist der Lavendel-Essig für ein leckeres Salat-Dressing. 

Lavendel-Gewürzsalz: Frische Pfefferkörner mörsern, getrocknete Tomaten und Rosmarin klein hacken. Getrocknete Lavendelblüten fein hacken. Alles mit grobem Salz mischen. Lecker auf gegrilltem Lammfleisch oder mit Butterbrot und Radieschen. 

Lavendel-Gelee: Eine Tasse Lavendelblüten in einem Liter Apfelsaft aufkochen und über Nacht ziehen lassen. Dann mit dem Saft einer Zitrone und einem Kilo Gelierzucker vier Minuten kochen und sofort heiß abfüllen. Der Gelee schmeckt als blumiger Brotaufstrich oder zu Fisch und Fleisch.

Löwenzahn

Der botanische Name Taraxacum officinale lässt sich aus dem griechischen „taraxo“ (die Störung) und „akos“ (das Heilmittel) bzw. „taraxacis“ (Entzündung) ableiten.  Der Zusatz officinale bedeutet so viel wie „in der Apotheke gebraucht“. 

Seine deutesche Bezeichnung Löwenzahn leitet sich von der For seiner Blätter ab.  Weil seine Blätter tief eingeschnitten sind und an die scharfen Reißzähne eines Löwen erinnern. Diese bildhafte Beschreibung wurde zur Namensgebung der Pflanze verwendet und findet sich auch in der lateinischen Bezeichnung „Leontodon“ (leo = Löwe, dens = Zahn) wieder. 

Seine leuchtend gelbe Farbe, die markant gezähnten Blätter, sein markanter Fruchtstand  mit den Flugschirmen sowie sein nach dem Pflücken austretender milchiger Pflanzensaft haben der Heilpflanze viele volkstümliche Namen eingebracht. Zu ihnen zählen: Butterblume, gemeine Kuhblume, Pusteblume, Milchstöckl, Lichterblume und Milchbusch.
Da der Löwenzahn als Stärkungsmittel des Immunsystems mit dem Ginseng vergleichbar ist, wird er auch als „Ginseng des Westens“ bezeichnet.

Kaum eine andere Pflanze wird so sehr unterschätzt und als gewöhnlich abgetan wie der Löwenzahn. Völlig zu Unrecht, denn der auf allen Kontinenten verbreitete Korbblütler gilt heute als eine der wichtigsten Entgiftungspflanzen. Die Tatsache, dass er überall zu finden ist, zeugt dabei genauer betrachtet nicht von Banalität, sondern von enormer Anpassungsfähigkeit. Löwenzahn kann auf jedem Boden wachsen. Mit seiner kräftigen Pfahlwurzel und seiner starken Wuchskraft sprengt er sogar Asphalt – und regeneriert den Boden darunter. Er folgt dem Menschen bis zur Haustür, heißt es. Da verwundert es nicht, dass der allgegenwärtige „Bodenheiler“ schon früh die Aufmerksamkeit der Volksmediziner auf sich lenkte. Zunächst war die gelbe Farbe der Blüten, die auf eine mögliche Wirkungsweise schließen ließ. Der bittere Geschmack aller Pflanzenteile legte zusätzlich die Verbindung zur Leber nahe. Und tatsächlich: Löwenzahn erzielte bei der Behandlung von Gelbsucht – einer Leberkrankheit – den gewünschten Erfolg. Für mehr Energie und ein verbessertes Wohlbefinden sorgt Löwenzahn aber auch bei Gesunden. Denn wird die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion unterstützt, fühlen wir uns nicht so schnell müde und erschöpft. 

Heilwirkung

blutbildend,
blutreinigend,
harntreibend,
tonisierend,
menstruationsfördernd

Inhaltsstoffe

Bitterstoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Cholin, Inulin

Sammelzeit

Blätter und Blüten: Frühling, Wurzel: Frühling oder Frühherbst

 

Standort Sonne bis Halbschatten 

Boden normal bis humos 

Wasser frisch bis trocken 

Nährstoffe nährstoffreicher Boden 

Staude 30.40 

Blüte April bis Juni gelb 

Botanisch

Wirkungsweise

Als sogenannte Reparaturpflanze gilt Löwenzahn als Universalreiniger für die Bauchorgane. Mit den in den Wurzeln enthaltenen Bitterstoffen, den Taraxinen, regt er die Leber zur Bildung von Galle und die Gallenblase zur Entleerung an. Fließt mehr Gallenflüssigkeit, so werden auch Bauchspeicheldrüse und Magen dazu angeregt, die Produktion ihrer Säfte zu steigern. Damit wird nicht nur die Leber entgiftet, sondern die gesamte Verdauung verbessert. Gleichzeitig wirkt Löwenzahn appetitanregend, blutreinigend und harntreibend. Besonders letztere Eigenschaften brachte ihm seine wenig schmeichelhaften Spitznamen ein. Das französische „Pissenlit“ etwa, übersetzt „Mach ins Bett“, findet sich auch in der deutschen Entsprechung Bettseicher beziehungsweise Seichkraut wieder. Die Bezeichnung Löwenzahn, die auf die gezackten Blätter anspielt, ist ebenfalls in vielen europäischen Sprachen zu finden. Ungeklärt ist, ob der lateinische Name Taraxacum tatsächlich vom griechischen „taraxis“ für Augenentzündung und „akeomei“ für „ich heile“ stammt oder ob sich dahinter ursprünglich nur ein arabischer Name für „bitteres Kraut“ verbirgt. Heute hat der Löwenzahn jedenfalls ein wichtiges Anwendungsgebiet dazugewonnen: die Ausleitung von Schlacken und Umweltgiften 

Anwendung

Tee aus den Blättern

Für einen Löwenzahnblatt-Tee nimmt man einen gehäuften Teelöffel der getrockneten und zerkleinerten Blätter, gibt sie in einen Teefilterbeutel, dreht den Beutel zu und hängt ihn in eine Tasse, die etwa 200 bis 250 ml fasst.

Dann giesst man kochendes Wasser darüber und lässt den Tee 10 Minuten ziehen. Jetzt nimmt man den Beutel heraus und trinkt den Tee schlückchenweise.

 

Frischpflanzenpresssaft

Einen Frischpflanzenpresssaft können Sie kaufen oder selbst herstellen. Dazu benötigen Sie eine Graspresse oder einen leistungsfähigen Entsafter.

Man entsaftet dreimal täglich so viele Löwenzahnblätter, bis man jeweils 25 Milliliter Saft erhalten hat. Diesen trinkt man ganz langsam, am besten auf leeren Magen und immer mit einem Zeitabstand von mindestens einer halben Stunde zu den Mahlzeiten.

Weitaus einfacher ist es, auf einen entsprechenden Saft aus dem Handel zurückzugreifen (z. B. von Herbaria oder Schoenenberger).

 

Äußerliche Anwendung

Man kann die Pusteblume auch äusserlich anwenden, etwa bei Hautproblemen oder schlecht heilenden Wunden.

Bei Hautproblemen

Auch äußerlich kann der Löwenzahn wundergleiche Taten vollbringen. Hühneraugen, Hornhaut und Warzen beispielsweise werden zwei- bis mehrmals täglich mit dem weissen Pflanzensaft aus den Stängeln benetzt und können laut volksheilkundlichen Berichten mit dieser Behandlung – nach mehrwöchiger Anwendung – beseitigt werden (15).

 

Als Wundheiler

Da die Pusteblume antibakterielle und damit entzündungshemmende Eigenschafte aufweist, kann sie zur Behandlung und zur Heilung von Wunden genutzt werden und Infektionen verhindern.

Auch Schmerzen und/oder Juckreiz aufgrund von Insektenstichen oder –bissen können durch das Auftragen des Pflanzensaftes aus dem Stängel oder der Wurzel gelindert werden

Falls der Stängelsaft Ihnen nicht wirksam genug erscheint, können Sie auch die komplette Pflanze in einem Mixer mit etwas Wasser zu Brei zerkleinern und diesen Brei auf die entsprechenden Stellen auftragen.

 

Vitamine und Mineralstoffe

Löwenzahn hilft nicht nur zur Prävention oder Therapie verschiedener Symptome und Krankheiten, sondern versorgt als Lebensmittel mit einem Vielfachen an Vitaminen und Mineralstoffen – verglichen mit herkömmlichem Kultursalat.

Die Pflanze versorgt also sehr gut mit Vitamin A, Vitamin C, Vitamin B1 und B2 sowie mit Calcium, Magnesium und Kalium sowie mit Eisen. Dazu seine bioaktiven Pflanzenstoffe wie z. B. Bitterstoffe und Flavonoide. Die Pflanze ist somit nicht nur ein starkes Heilmittel, sondern auch ein wunderbar nährendes und prophylaktisch wirksames Lebensmittel.

 

Anwendung in der Küche

Die Blätter können wunderbar als Salat, Gemüse, Suppe, Saft, grüne Smoothies oder Tee genossen werden. Die Blüten lassen sich zu Wein, Bier und Blütengelee verwandeln oder verzieren als essbare Dekoration Gerichte aller Art.

Melisse

Die Melisse ist eigentlich eine südeuropäische Pflanze. Da sie aber so vielfältige Heilwirkungen hat, wird sie schon lange in mitteleuropäischen Gärten angebaut. Im Mittelalter musste sie sogar per Verordnung in jedem Klostergarten angebaut werden, weil sie schon damals für sehr wertvoll und unentbehrlich gehalten wurde. 

Sie riecht beim Zerreiben leicht zitronenartig, daher wird sie auch oft Zitronenmelisse genannt. 

Wenn sie einmal in einem Garten heimisch geworden ist, wuchert sie Jahr für Jahr vor sich hin und bietet sich als Haustee und vielfältige Medizin an. 

Das Haupteinsatzgebiet der Melisse ist die Beruhigung des Nervensystems, womit sie gegen nervöse Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit und viele andere nervlich bedingte Beschwerden helfen kann. 

Heilwirkung

anregend,
antibakteriell,
aufmunternd,
beruhigend,
entspannend,
krampflösend, 
kühlend,
Menstruations fördernd
pilzhemmend, 
schmerzstillend, 
schweisstreibend,
virushemmend

Inhaltsstoffe

ätherisches Öl, 

Bitterstoff, 

Gerbstoff, 

Gerbsäure, 

Harz, 

Schleim, 

Glykosid, 

Saponin, 

Thymol

das ganze Kraut 

Juni / Juli

 

Sammelzeit

Botanisch

Standort Sonne bis Halbschatten 

Boden durchlässig bis humos 

Wasser frisch bis trocken 

Nährstoffe nährstoffreicher Boden 

Staude 40-80cm 

Blüte Juni bis August weiß

Kübel/Balkon geeignet: ja

Wirkungsweise

Melisse wirkt entkrampfend, beruhigend, antibakteriell und virustatisch. Überall dort, wo rhythmische Abläufe gestört sind, kommt diese Heilpflanze zur Anwendung, so bei Herzbeschwerden, Magen-Darm-Leiden, Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhezuständen, Kopfschmerzen, Depressionen und Erkältung. Bei neueren wissenschaftlichen Untersuchungen in Großbritannien wurde festgestellt, dass Melisse die Gehirnleistung verstärkt und dadurch wahrscheinlich Demenzkranken Unterstützung bieten könnte.

Anwendung

Innerlich als Tee

Aufgrund ihres angenehmen Zitronenaromas und ihrer vielfältigen Wirkungen eignet sich die Melisse sehr gut zur Anwendung als Tee. Man kann sie sowohl als reinen Melissen-Tee trinken oder auch in Teemischungen, wo sie die Mischung geschmacklich aufwertet. 

Abends hilft Melissentee, auf Wunsch mit Honig, beim Zur-Ruhe-kommen und Einschlafen. 

Morgens oder bei Abgespanntheit wirkt Melissentee hingegen belebend und erfrischend und gibt Stärke. 

Das ist kein Widerspruch, denn Entspannung und Kräftigung passen durchaus zusammen. 

Bei Erkältung hilft die Melisse die Atmung zu verbessern und eventuelles Fieber besser auszuhalten. Sogar bei Asthma kann Melissentee die Atmung erleichtern. 

Melisse hilft auch bei der Verdauung und wirkt entkrampfend auf Magen und Darm. Nach längerer Krankheit kann sie den Appetit steigern. 

Sie kann auch Kopfschmerzen und Reizungen des Nervensystems lindern, was für ihren Einsatz gegen Neuralgien, Reizbarkeit und Unruhe spricht. 

Auch bei Menstruationsbeschwerden kann die Melisse hilfreich sein. Sie entkrampft die Unterleibsorgane, sodass Schmerzen während der Periode schwinden. 

In den Wechseljahren kann die Melisse gegen viele der typischen Beschwerden helfen. Vor allem wenn man nachts nicht einschlafen kann, oder auch tagsüber von Unruhe oder schlechter Laune geplagt wird, hilft ein Melissentee wieder zur eigenen Mitte zu finden. Auch gegen die typischen Hitzewallungen und das Herzklopfen kann man die Melisse einsetzen. 

bei Herzschwäche

Kommen wir zu einem besonders wichtigen Einsatzgebiet der Melisse: der nervösen Herzschwäche. Wenn man ärztlich abgeklärt hat, dass das Herz organisch gesund ist, kann man mithilfe der Melisse die Beschwerden lindern, die aufgrund innerer Unruhe oder anderen nerlichen Gründen bestehen können. 

Innerlich als Tinktur

Aus den Blättern der Melisse kann man auch eine Tinktur zubereiten. 

Diese Tinktur kann man gegen die gleichen Beschwerden einsetzen wie Melissentee. Allerdings entfällt dann die entspannende Wirkung, die das Trinken eines warmen Tees ausüben kann. 

Äußerliche Anwendung

Melissen-Tee kann man auch äußerlich als Umschlag oder Kompresse anwenden. 

Dazu tränkt man ein Baumwolltuch mit Melissentee und legt es auf die betroffene Stelle. 

Mit solchen Melissen-Umschlägen kann man Geschwüre, Beulen, Blutergüsse, Insektenstiche, aber auch Nervenentzündungen und Milchstau bei stillenden Müttern behandeln. 

Auch der käufliche Melissengeist eignet sich für die äusserliche Anwendung. Man kann damit rheumatische Beschwerden, Prellungen und Gliederschmerzen lindern. 

Ätherisches Öl

Das ätherische Öl der Melisse ist extrem teuer, weil man sehr viele Pflanzen braucht, um auch nur geringe Mengen davon herzustellen. 

Daher wird das käufliche Melissenöl meistens teilweise aus der Zitrone oder der javanischen Citronella gewonnen. 

Das echte Melissenöl hilft, äußerlich als Creme angewandt, gegen Lippenherpes. Die Bläschen vermehren sich nicht mehr und vorhandene Bläschen heilen schneller ab. 

In der Duftlampe kann man es zur Entspannung verdampfen lassen. 

Melisse in der Küche

Auch in der Küche kann man die Melisse nutzen. 

Ihre Blätter sind ein erfrischendes Gewürzkraut für Salate. 

Bei exotischen Gerichten kann man sie auch mitkochen, beispielsweise als Ersatz für Zitronengras. 

Haustees gibt die Melisse ein erfrischendes Aroma, was sie besonders im Sommer zu einem beliebten Getränk macht.

Minze

Der Name »Minze« geht auf eine Sage der griechischen Mythologie zurück. Danach schwärmte Hades, der Gott der Unterwelt, für die Nymphe Minthe. Doch seine Gattin Persephone beendete Hades Schwärmerei sehr unromantisch, indem sie Minthe in eine Pflanze verwandelte – die Minze.

Die Minze ist seit der Antike bekannt. Bereits die alten Ägypter nutzten die Minze als Grabbeigabe. Hildegard von Bingen setzte das vielseitige Kraut gegen Beschwerden der Atemorgane und der Verdauung, sowie äußerlich als Mittel gegen Geschwüre und Krätze ein.

Bereits im 16. Jahrhundert wurde Minze in Deutschland, Skandinavien und England großflächig angebaut. 

Heilwirkung

antibakteriell,
beruhigend,
entzündungshemmend, 
keimtötend, 
galletreibend, 
krampflösend, 
schmerzstillend, 
tonisierend

Inhaltsstoffe

ätherische Öle (u.a. Menthol), Gerbstoffe,

Bitterstoffe

Flavonoide,

Enzyme,

Valeriansäure

Menthol 

Menthylacetat 

Menthon 

Menthofuran

Blätter

Jim Frühsommer vor der Blüte

 

Sammelzeit

Botanisch

Standort Sonne bis Halbschatten 

Wasser feucht 

Staude 40-60 

Blüte Juli bis September blau

Balkon und Kübel geeignet ja

Wirkungsweise

Minze, besonders Pfefferminze, hat heilende Wirkungen auf das Nervensystem und den Verdauungstrakt. Sie wirkt entkrampfend, schmerzlindernd, kühlend und antibakteriell, was bei Reizdarm, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden wie Blähungen sowie bei Erkältungssymptomen helfen kann. Äußerlich kann Pfefferminzöl Kopfschmerzen und Muskelverspannungen lindern. Die Wirkung entsteht durch Inhaltsstoffe wie Menthol, die Flavonoide und Bitterstoffe .

Anwendung

 

MInze wirkt bei Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Problemne, wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall, Mundgeruch, Erkältung und Grippe, Hexenschuss, Ischias, Kopfschmerzen und Migräne, Rheuma, Schlaflosigkeit, Regel- und Wechseljahresbeschwerden 

Pfefferminzöl zählt zu den ätherischen Ölen. Es wirkt entspannend, geringfügig antibakteriell und antifugal (pilzabtötend). Zudem regt es die Produktion von Magensäure an. Beim Auftrag auf die Haut hat es eine kühlende Wirkung. Wegen dieser Eigenschaften ist die Pfefferminze ein Heilmittel mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bei der Behandlung von Erkrankungen. 

Innerlich als Tee

Die Pfefferminze wird bevorzugt als Tee eingesetzt. 

So hilft sie innerlich bei Magen- Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und den anderen oben aufgelisteten Problemen. 

Auch als Haustee im Alltag ist sie beliebt, weil sie so erfrischend schmeckt. In arabischen Ländern ist die Minze sogar allgegenwärtiges Nationalgetränk.

Äußerliche Anwendungen

Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguß für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden. Gegen Kopfschmerzen kann man Stirnumschläge mit Pfefferminztee machen. 

Ätherisches Öl - äußerlich

Als ätherisches Öl kann man die Pfefferminze bei Erkältungen inhalieren oder einreiben. 

Das ätherische Öl ruft zunächst ein Kältegefühl und anschliessend ein Wärmegefühl hervor. Es lindert Schmerzen und löst Krämpfe, außerdem erweitert es die Atemwege. Daher erleichtet es die Atmung und lindert Kopfschmerzen. Rechtzeitig angewandt kann es Migräneanfälle abschwächen oder verhindern. Auch Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen und Neuralgien können damit gelöst werden. In die Augen sollte man ätherisches Pfefferminzöl jedoch nicht bringen, da es die Augen zu sehr reizen würde. 

Mutterkraut

Mutterkraut, auch Tanacetum parthenium genannt, hat seine Wurzeln in Südosteuropa und dem Nahen Osten. Von dort aus hat sich das Kraut in weiten Teilen Europas und Nordamerikas verbreitet. Ursprünglich wurde das Heilkraut wegen seiner medizinischen Eigenschaften geschätzt,Bis heute ist es für seine heilenden Wirkungen bekannt . 

Das Mutterkraut, dessen Blüten an Kamille erinnern, ist heutzutage nahezu unbekannt. 

Aus wohl gepflegten Gärten ist die ehemalige Heil- und Zierpflanze weitgehend verschwunden und fristet ihr Dasein als verwildertes Unkraut. Dabei stand das Mutterkraut schon im Altertum und auch im Mittelalter in hohem Ansehen. Vor allem in der Frauenheilkunde wurde es viel verwendet. 

Heutzutage hat man außerdem eine medizinisch nachweisbare Wirkung gegen Migräne entdeckt. Auch in vielen anderen Gebieten kann das Mutterkraut helfen, beispielsweise gegen Erkältungen, Asthma, Rheuma und Verdauungsbeschwerden. 

Heilwirkung

aanregend,
beruhigend,
entzündungshemmend,
krampflösend,
durchblutungsfördernd,
gefässerweiternd,
geburtsfördernd,
menstruationsfördernd,
menstruationsregulierend,
eisprung fördernd

Inhaltsstoffe

Chrysanthenol

 ätherische Öle

Stigmasterol

Beta-Sitosterol

Borneol

Kampfer

Carvacrol

Eugenol

Gerbstoff

Pyrethrin

Sabinol

Santamarin

Thymol 

oberirdische Pflanze

Juni bis September

 

Sammelzeit

Botanisch

Standort Sonne bis Halbschatten 

Boden durchlässig bis lehmig 

Wasser feucht bis frisch 

Nährstoffe nährstoffreicher Boden 

Staude 30-60 

Blüte Mai bis August weiß

Balkon und Kübel geeignet ja

Wirkungsweise

Mutterkraut, auch Tanacetum parthenium genannt, hat seine Wurzeln in Südosteuropa und dem Nahen Osten. Von dort aus hat sich das Kraut in weiten Teilen Europas und Nordamerikas verbreitet. Ursprünglich wurde das Heilkraut wegen seiner medizinischen Eigenschaften geschätzt, bis heute ist es für seine heilenden Wirkungen bekannt ist. 

Das Mutterkraut, dessen Blüten an Kamille erinnern, ist heutzutage nahezu unbekannt. 

Aus wohl gepflegten Gärten ist die ehemalige Heil- und Zierpflanze weitgehend verschwunden und fristet ihr Dasein als verwildertes Unkraut. Dabei stand das Mutterkraut schon im Altertum und auch im Mittelalter in hohem Ansehen. Vor allem in der Frauenheilkunde wurde es viel verwendet. 

Heutzutage hat man außerdem eine medizinisch nachweisbare Wirkung gegen Migräne entdeckt. Auch in vielen anderen Gebieten kann das Mutterkraut helfen, beispielsweise gegen Erkältungen, Asthma, Rheuma und Verdauungsbeschwerden. 

Anwendung

Das Mutterkraut ist als Heilpflanze nahezu in Vergessenheit geraten. 

Doch in letzter Zeit wurde von der Schulmedizin seine Fähigkeit, Migräne zu lindern, entdeckt und daher wird es allmählich wieder häufiger verwendet. 

Frauenheilkunde

Das Mutterkraut ist traditionell ein Heilkraut der Frauenheilkunde. 

Es fördert Monatsblutungen und reguliert den Menstruationszyklus, wenn dieser unregelmäßig geworden ist. Auch der Eisprung wird gefördert. 

Periodenkrämpfe werden durch das Mutterkraut gelindert, denn es wirkt krampflösend. 

Während der Geburt stärkt es die Arbeit der Gebärmutter und löst zugleich unnötige Verkrampfungen, die den Geburtsvorgang erschweren. Nach der Geburt fördert das Mutterkraut die Austreibung der Nachgeburt. 

In den Wechseljahren gleicht das Mutterkraut den Hormonmangel aus und lindert dadurch die typischen Wechseljahresbeschwerden. 

Man kann das Mutterkraut entweder als Tee oder als Tinktur einnehmen. 

Achtung! 
Das Mutterkraut sollte nicht in der Schwangerschaft verwendet werden, vor allem nicht im ersten Drittel. 

Migräne

Schon früher wurde das Mutterkraut gegen Kopfschmerzen verwendet. 

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde jedoch herausgefunden, dass das Mutterkraut effektiv gegen Migräne helfen kann. 

Das Mutterkraut hilft jedoch nicht so sehr gegen akute Migräne-Attacken, sondern vor allem, wenn man es vorbeugend regelmäßig einnimmt. Wahlweise als Tee, Tinktur oder man kaut täglich ein bis vier frische Blätter. 

Achtung! Bei manchen Menschen verursachen die frischen Blätter Brennen im Mund. In diesem Fall sollte man das Mutterkraut besser getrocknet als Tee verwenden. 

Leukämie

Forscher haben entdeckt, dass das Mutterkraut Stoffe (Parthenolide) enthält, die möglicherweise gegen Leukämie helfen können. 

Ein Mittel für diesen Einsatzzweck muss jedoch erst noch entwickelt werden. 

Erkältungen

Das Mutterkraut ist ein gutes Heilkraut gegen Erkältungen und Fieber. 

Bei Asthma und Husten erleichtert es die Atmung. Dazu kann man den Mutterkraut-Tee mit Honig süßen und in kleinen Schlucken trinken. 

Verschiedene innerliche Einsatzbereiche

Das Mutterkraut fördert die Verdauung, lindert Blähungen und wirkt leicht abführend. Zudem hilft es Würmer zu bekämpfen. 

Auch gegen rheumatische Erkrankungen, Depressionen und Ohrensausen soll dass Mutterkraut helfen. 

Äußerlich

Gegen die Folgen von Insektenstichen kann man Mutterkraut-Tinktur auf die Stichstelle auftragen. 

Wenn man die Tinktur mit Wasser verdünnt und den ganzen Körper damit einreibt, werden lästige Insekten dadurch vertrieben. 

Mit einem konzentrierten Mutterkraut-Auszug in heißem Seifenwasser (vor der Anwendung abkühlen lassen) kann man versuchen, Läuse zu bekämpfen, wenn man keine anderen Mittel gegen Läuse zur Verfügung hat. Die Anwendung muss mehrmals wiederholt werden und bedarf der Nachkontrolle. Ob es funktioniert hängt davon ab, ob die jeweiligen Läuse empfindlich sind oder robust. 

Mutterkraut-Tee als Waschung oder Umschlag hilft gegen eitrige Wunden. 

Ein Fußbad mit Mutterkraut-Tee verdünnt mit Wasser hilft gegen geschwollene Füße. 

Oswegokraut(Indianernessel)

Die aus den nordamerikanischen und mexikanischen Gebieten stammende Gattung der Monarde wurde von Siedlern und Seefahrern nach Europa eingeführt. Der botanische Name leitet sich vom spanischen Arzt und Botaniker Dr. Nicholas Monardes de Sevilla (1493 – 1588) ab, welcher 1569 ein Buch über die Flora Nordamerikas verfasste. Nicolas Monardes widmete sich neben seiner ärztlichen und botanischen Tätigkeit vor allem dem Handel mit Ananas, Erdnuss und Mais mit den Ureinwohnern. In seinem Buch machte er sich das Wissen der Ureinwohner Nordamerikas zu Nutze.

Mehrere indianische Uhreinwohnerstämme Nordamerikas wussten bereits um die gesundheitlichen Wirkungen der wilden Monarde, welche erfolgreich gegen allerlei Erkältungs- und Bronchialerkrankungen eingesetzt wurde. Die im nordöstlichen Teil Arizonas ansässigen Hopi-Indianer verwendeten wertvolles Bienenwachs, vermischt mit einem Auszug aus den wertvollen Inhaltsstoffen der Rosenmelisse für ihre mythischen und rituellen Anlässe.


 

Heilwirkung

Schweiß treibend, 

verdauungsfördernd

antiseptisch

antioxidativ 

beruhigend

Stärkung Immunsystem


 

Inhaltsstoffe

Chrysanthenol

 ätherische Öle

Stigmasterol

Beta-Sitosterol

Borneol

Kampfer

Carvacrol

Eugenol

Gerbstoff

Pyrethrin

Sabinol

Santamarin

Thymol 

Sammelzeit

Botanisch

 Blüten und Blätter

Juni-Oktober

 

Standort Sonne bis Halbschatten

Boden durchlässig

Wasser trocken

Nährstoffe normaler Boden 

Staude 60 -120 

Blüte Juli bis September violett

Wirkungsweise

Oswegokraut wird als Heilpflanze zur Stärkung des Immunsystems, bei Verdauungsstörungen, Übelkeit und Durchblutungsstörungen eingesetzt

Es wirkt außerdem antiseptisch, schweißtreibend und kann bei Angstzuständen, Pilzinfektionen und Zahnschmerzen Linderung verschaffen. Als Gewürz kann es in der mexikanischen Küche und für Tee verwendet werden, wobei die Blätter frisch oder getrocknet zum Einsatz kommen 4


 

Anwendung

Immunsystem: Oswegokraut kann das Immunsystem stärken.

Verdauung: Die Pflanze fördert die Verdauung und kann bei Bauchschmerzen und Übelkeit helfen.

Durchblutung: Es soll bei Durchblutungsstörungen lindernd wirken.

Antiseptisch und schweißtreibend: Oswegokraut besitzt eine antiseptische Wirkung und treibt den Schweiß an.

Ängste und Depressionen: Die Pflanze kann bei Angstzuständen und Depressionen unterstützend wirken.

Infektionen: Es hilft bei Pilzinfektionen und kann Zahnschmerzen lindern. 

 

Anwendungen als Gewürz

Geschmack: Das krautige, würzige Aroma ähnelt einer Mischung aus Oregano und Thymian mit einer leicht zitronigen Note.

Verwendung: Die Blätter können frisch oder getrocknet verwendet werden.

Kulinarische Anwendungen: Es eignet sich gut für die mexikanische Küche, zu Pizza oder anderen Gerichten

.

Blüten: Auch die Blüten können verzehrt werden, beispielsweise als Dekoration oder als herb-zitroniger Tee.  

Ringelblume

Heimat der ursprünglichen Wildpflanze ist wohl der Mittelmeerraum, wo es mehr als ein Dutzend verschiedenen Calendula-Arten gibt; heute ist sie aber ausschließlich in Kultur bekannt. Einzige in Mitteleuropa wild wachsende Ringelblume ist die hellgelb blühende Acker-Ringelblume (Calendula arvensis). Sie ist leider äußerst selten geworden. 

Die Ringelblume gilt als eine der ältesten Gartenpflanzen. Jahrhundertelang genoss sie unter Bauern als Wetterprophetin einen hohen Stellenwert, da sie bei aufziehendem Regen ihre Blüten zusammenfaltet und so vor schlechtem Wetter warnt.In einigen Kulturen ist sei ein Symbol für Unvergänglichkeit, da sie den ganzen Sommer über blüht und sich selbst aussäht 

Ab Juni taucht sie viele Bauerngärten in leuchtendes Orange. 

Ihre Blüten sind ein hervorragendes Wundheilmittel, was die starke Verbreitung der Ringelblumensalbe erklärt. 


 

Heilwirkung

abschwellend,
adstringierend,
antibakteriell,
anregend,
entzündungshemmend,
krampflösend,
pilztötend,
reinigend,
schweißtreibend,

ätherisches Öl

Bitterstoffe

Calendula-Sapogenin

Saponine

Glykoside

Carotinoide

Xanthophylle

Flavonoide

Stigmasterol

Beta-Sitosterol

Salizylsäure,

Taraxasterol,

Violaxanthin 

Inhaltsstoffe

Sammelzeit

Blüten und Blätter
JuniI-Oktober

Botanisch

Standort Sonne bis Halbschatten

Boden humos 

Wasser frisch

Nährstoffe normaler Boden 

einjährig 20 -50

Blüte Juni bis Oktober  gelb , orange

Kübel/Balkon geeignet: ja,

Zur Unterpflanzung von Bäumen geeignet 

Wirkungsweise

Die Gartenringelblume ist eine der bekanntesten Heilpflanzen der westlichen Kräutermedizin, die in keiner Hausapotheke fehlen sollte. Im Vordergrund steht die äußerliche Anwendung bei Verletzungen der Haut. Die Ringelblume wirkt vor allem wundheilungsfördernd, entzündungshemmend und antiseptisch. Die granulationsfördernde Wirkung beschleunigt den Wundverschluss und sorgt für eine gute Vernarbung.

Aufgrund dieser Eigenschaften ist sie eines der besten Heilmittel bei schlecht heilenden oder eiternden Wunden, bei Hautentzündungen, aber auch bei Nagelbettentzündungen, Krampfadern, Sonnenbrand und Brandverletzungen. Weiterhin wird sie aufgrund ihrer fungiziden Wirkung bei Pilzinfektionen der Haut erfolgreich angewendet. Unentbehrlich geworden ist die heilsame und hautschonende Calendula bei wunden Babypopos und bei entzündeten Brustwarzen stillender Mütter.

Anwendung

Man kann die Ringelblume innerlich und äußerlich einsetzen. Die äußerliche Anwendung ist zwar bekannter, aber auch innerlich hat die Ringelblume einiges zu bieten. 

Innerlich kann man die Ringelblume als Tee, in Mischtees oder als Tinktur einnehmen. 


 

Für einen Ringelblumen-Tee übergießt man einen gehäuften Teelöffel Ringelblumenblüten mit kochendem Wasser und lässt ihn fünf bis zehn Minuten ziehen. Davon trinkt man bei stärkeren Beschwerden drei Tassen täglich. 

Haut– und Schleimhautwunden

Mit Ringelblumen kann man Haut– und Schleimhautwunden behandeln. Ringelblumensalbe ist dafür bekannt, die Wundheilung zu fördern und Entzündungen zu bekämpfen. Es gibt viele fertige Präparate mit Ringelblume zu kaufen, Sie können aber auch selbst einen Aufguss aus Ringelblumen-Blüten oder Ringelblumenöl herstellen. 

Die Anwendung mit Ringelblume erfolgt je nach Erfordernissen in Form von Salben, Ölauszügen, Tinkturen oder Tee. All diese Zubereitungen lassen sich leicht selbst herstellen, zum Beispiel aus Ringelblumen vom eigenen Garten. Am geläufigsten sind Anwendungen mit Ringelblumensalbe und Ringelblumentinktur.


 

Ringelblume in der Volksmedizin

Aber in der Volksmedizin wird die Pflanze auch innerlich als Tee eingesetzt, zum Beispiel bei Entzündungen im Magen-Darmbereich oder zur Linderung von Menstruationsbeschwerden. Von dem Teeaufguss werden täglich 2–3 Tassen getrunken. Man benötigt für eine Tasse (200 ml) 2 TL getrocknete oder 4 TL frische Ringelblumenblüten. Die Blüten werden mit heißem Wasser übergossen und 8 Minuten ziehen gelassen. Mit dem Tee kann man auch gurgeln, denn er ist sehr hilfreich bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Sehr bewährt hat sich die Ringelblume bei der Versorgung offener und schlecht heilender Wunden. Dazu werden Umschläge und Waschungen mit einem starken Teeaufguss (6 g Ringelblume auf 1 Liter abgekochtes Wasser) oder mit verdünnter Ringelblumentinktur gemacht. Für diese Umschläge wird 1 TL Tinktur (5 ml) mit 150 ml Wasser verdünnt und mehrmals täglich 15 Minuten auf die Wunde gelegt. Fetthaltige Ringelblumen-Salben sollten hingegen nur im Bereich der Wundränder eingesetzt werden, da sie die Wunde verschließen und das Abheilen behindern. Das Rezept für selbst hergestellte Ringelblumensalbe finden Sie im Waschbär-Magazin.

 

Rosenwurz

Die Rosenwurz ist eine alte Heilpflanze Skandinaviens und Sibiriens. Sie wächst in Gebirgen und im hohen Norden. 

Dort trotzt sie mit einem nach Rosen duftenden Wurzelstock den harten klimatischen Bedingungen und blüht im Mai mit wunderschönen gelben Blüten. 

Die Pflanze hat eine lange Geschichte als Heilpflanze. Bereits die Wikinger nutzten ihre Extrakte, um Stärke und Ausdauer zu verbessern. In der Volksmedizin Russlands hatte Rosenwurz den Ruf, die Arbeitsleistung zu verbessern sowie gegen Müdigkeit und nervöse Störungen zu helfen. In Sibirien ist die Pflanze auch unter dem Namen Tundra-Ginseng bekannt.

Heilwirkung

adaptogen,
abwehrsteigernd,
anregend,
durchblutungsfördernd,
stärkend,
tonisierend,
wundheilend

Inhaltsstoffe

Phenolische Glycoside

Rosavin

Rosin

Rosarin

Rosirido

Rosaridin

Rodiolin

Flavonoide

Rhodiolosid

Phytosterole

Phenolcarbonsäuren 

Sammelzeit

Blüten und Blätter
JuniI-Oktober

Standort Sonne bis Halbschatten

Boden durchlässig

Wasser frisch trocken

Nährstoffe normaler Boden 

Staude 60 -120 

Blüte Juni bis August gelb


 

Botanisch

Wirkungsweise

Rosenwurz wirkt als adaptogenes Heilmittel, das dem Körper hilft, besser mit Stress umzugehen. Es kann Müdigkeit und Erschöpfung reduzieren, die körperliche sowie geistige Leistungsfähigkeit verbessern und bei der Bewältigung von Angstzuständen und milden Depressionen unterstützen. Eine kurzfristige Anwendung kann akute Stresssymptome lindern, während eine kurmäßige Anwendung über mehrere Wochen die volle Wirkung entfalten kann.

Anwendung

Für Rosenwurz-Zubereitungen werden die Wurzel und das Rhizom (Wurzelstock) verwendet. In den verschiedenen Heiltraditionen wird Rosenwurz  als Tee, Extrakt, Tinktur oder Pulver genutzt. In einigen Fällen werden Extrakte aus Wurzel und Wurzelstock getrocknet und in Alkohol aufgelöst. Die Wurzel der Rosenwurz-Pflanze enthält viele bioaktive Verbindungen, darunter Rosavin, Rosarin und Rosin. Diesen Substanzen werden adaptogene Eigenschaften zugeschrieben. Sie sollen die Freisetzung von Stresshormonen regulieren und dem Körper die innere Balance zurückbringen.6,7

Rosenwurz wird traditionell als Adaptogen zur Linderung von Stresssymptomen wie Müdigkeit und Schwächegefühl sowie zur Steigerung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit eingesetzt. Anwendungsbereiche umfassen die Verbesserung der Ausdauer, die Unterstützung der kognitiven Funktionen und die Linderung von Burnout und Depressionen, wenn auch mit begrenztem Nutzen im Vergleich zu herkömmlichen Antidepressiva. Die Wirkstoffe der Rosenwurz regulieren Stresshormone und fördern die innere Balance des Körpers. 

Anwendungsbereiche

Stress und Erschöpfung: Rosenwurz wird eingesetzt, um leichte Stresssymptome zu lindern, die durch Erschöpfungszustände und Schwächegefühle gekennzeichnet sind.

Leistungsfähigkeit: Die Pflanze kann sowohl die geistige als auch die körperliche Leistungsfähigkeit steigern und wird zur Verbesserung der Ausdauer und Arbeitsfähigkeit genutzt.

Psychische Gesundheit: Studien deuten auf eine positive Wirkung bei leichten Formen von Depressionen und Burnout hin, wobei die Wirkung weniger stark ausfällt als bei klassischen Medikamenten.

Kognitive Funktionen: Rosenwurz kann Gedächtnisleistungen und die Konzentrationsfähigkeit regulieren und unterstützen.

Höhenkrankheit: In der Volksmedizin wird Rosenwurz auch zur Vorbeugung und Behandlung der Höhenkrankheit eingesetzt.

Rosmarin

Rosmarin ist im Mittelmeerraum heimisch, er wird aber gerne in Deutschland angebaut. 

Mit seiner anregenden Wirkung ist er unter den Heilpflanzen relativ selten, daher spielt er bei der Behandlung von niedrigem Blutdruck eine wichtige Rolle. 

Morgendliche Armbäder in Wasser mit ätherischem Rosmarinöl können kleine Wunder wirken. Aber auch sonst hat er ein breites Wirkungsspektrum. 

Gartenbesitzer sollten auf ihn nicht verzichten, denn er ist nicht nur eine Zierde des Stein- oder Kräutergartens sondern auch eine ganze Naturheilapotheke in einer Pflanze vereint..

Heilwirkung

adstringierend,
anregend, 
antibakteriell,
entspannend,
entzündungshemmend,
krampflösend, 
pilztötend,
schmerzstillend,
tonisierend,
Menstruations fördernd

Inhaltsstoffe

ätherisches Öl

Terpene

Thymol

Verbanol

Gerbstoff

Gerbsäure

Kampfer

Bitterstoff

Beta-Sitosterol

Flavone

Salicylate

Saponine

Sammelzeit

April / Mai (vor der Blüte)

Standort Sonne 

Boden durchlässig bis humos 

Wasser frisch bis trocken 

Nährstoffe nährstoffreicher Boden 

Gehhölz 50-200 

Blüte März bis Mai violett

Kübel/Balkon geeignet: ja 


 

Botanisch

Wirkungsweise

Rosmarin hat vielfältige Heilwirkungen, darunter die Förderung von Durchblutung und Verdauung sowie entzündungshemmende und konzentrationssteigernde Effekte. Äußerlich angewendet kann er bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Rheuma, Kreislaufproblemen und Haarausfall helfen, indem er die lokale Durchblutung fördert. Innerlich kann Rosmarin als Tee oder in Speisen verzehrt werden, um die Verdauung zu unterstützen, den Kreislauf anzuregen und die Konzentration zu verbessern

Anwendung

Rosmarin hat vielfältige Heilwirkungen, darunter die Förderung von Durchblutung und Verdauung sowie entzündungshemmende und konzentrationssteigernde Effekte. Äußerlich angewendet kann er bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Rheuma, Kreislaufproblemen und Haarausfall helfen, indem er die lokale Durchblutung fördert. Innerlich kann Rosmarin als Tee oder in Speisen verzehrt werden, um die Verdauung zu unterstützen, den Kreislauf anzuregen und die Konzentration zu verbessern. 

Am bekanntesten ist der Rosmarin für seine Anwendung in der mediterranen Küche. 

Aber er ist auch eine wichtige Heilpflanze mit vielfältigen und starken Heilwirkungen. Normalerweise werden die Blätter des Rosmarins verwendet, aber auch die Blüten enthalten viele Wirkstoffe und können verwendet werden. 

Man kann ihn innerlich als Tee, in Teemischungen und als Tinktur anwenden. Das ätherische Öl sollte man nur äusserlich verwenden, weil es sehr stark ist und innerlich eingenommen den Magen reizen könnte. 

Kreislaufmittel

Der Rosmarin ist eines der wenigen Kräuter, die niedrigen Blutdruck stärken können. Diese Wirkung gegen niedrigen Blutdruck erfolgt aufgrund der Stärkung von Herz und Kreislauf, hoher Blutdruck wird also nicht noch höher. 

Auch nervöse Herzbeschwerden und Herzrhythmusstörungen kann man mit Rosmarin behandeln. 

Verdauungssystem

Zur Stärkung des Verdauungssystems und zur Beseitigung von Blähungen kann man Rosmarin-Tee trinken oder Mahlzeiten damit würzen. 

Nervensystem

Zur Stärkung der Nerven ist Rosmarin besonders gut geeignet. 

Man kann auch Kopfschmerzen und Migräne damit lindern. 

Dazu kann man Rosmarin innerlich einnehmen oder äusserlich anwenden und beispielsweise das verdünnte ätherische Öl auf die Stirn reiben. 

Frauenbeschwerden

Rosmarin kann ausbleibende Periodenblutungen auslösen und Menstruationskrämpfe lindern. 

Auch gegen Wechseljahrsbeschwerden kann Rosmarin helfen. 

Achtung! 
In der Schwangerschaft sollte man Rosmarin nicht verwenden. 
 Rosmarin-Wein

Mit Rosmarin-Wein kann man eine stärkende Rosmarin-Kur durchführen. 

Dazu setzt man 10 gr Rosmarin-Blätter mit einer Flasche leichtem Weisswein an und lässt den Wein eine Woche ziehen. 

Danch Abseihen und zweimal täglich ein kleines Glas davon trinken. 

Rosmarin-Tinktur

Rosmarin-Tinktur kann man zur äusserlichen Einreibung verwenden oder verdünnt als Teilbad. 

Sie wirkt belebend und kann ausserdem Gelenkschmerzen und Neuralgien lindern. 

Rosmarin-Spiritus

Rosmarin-Spiritus kann man genauso anwenden wie Rosmarin-Tinktur. 

Für Rosmarin-Spiritus vermischt man 3 ml ätherisches Rosmarin-Öl mit einem Liter 70%igen Weingeist. 

Ätherisches Öl

Das ätherische Rosmarin-Öl ist besonders wirksam. 

Es ist so stark, dass man es nur äusserlich anwenden sollte, damit es nicht den Magen reizt. 

Das ätherische Öl des Rosmarins kann man zur Belebung in der Duftlampe verdampfen. 

Man kann es auch in Wasser tropfen und darin baden. 

Beispielsweise zum Baden der Unterarme, um sich zu beleben und den Kreislauf anzuregen. 

In der Küche

Rosmarin ist auch ein wichtiges Gewürz der mediterranen Küche. 

Es gibt vielen Gerichten erst das richtige Aroma. Er macht sich sehr gut mit Fleisch, Käse und Gemüse. 

Doch darf man den Rosmarin nur sehr sparsam dosieren, denn seine Würzkraft ist enorm. Wenn man zuviel davon nimmt, überdeckt er alle anderen Geschmäcker. 

Salbei

Der Salbei gehört zu den Kräutern, die im Mittelmeerraum heimisch sind, bei uns aber auch gut gedeihen. An der richtigen Stelle im Garten gepflanzt wuchert er über mehrere Quadratmeter. Es gibt etwa 900 verschiedene Arten von Salbei. Viele werden bereits seit dem Altertum als Heilpflanzen genutzt. Bereits der Name deutet darauf hin: "Salvus" bedeutet im Lateinischen so viel wie "gesund". Schon vor Jahrhunderten verwendeten Menschen Tees und Extrakte unter anderem bei Erkältungen, Entzündungen oder zur Schweißbehandlung. 

Heilwirkung

adstringierend
antibakteriell
blutstillend
entzündungshemmend

harntreibend
krampflösend
tonisierend

Inhaltsstoffe

ätherisches Öl

d-Kampfer

Salviol

Salven

Betulin

Asparagin, Bitterstoff, Borneol, Carnosinsäure

Zineol

Flavonoide

Fumarsäure

Gerbstoff

Gerbsäure

Harz

Ledol

Limonen,

Östrogenartige Stoffe

Oleanolsäure

Pinen

Sabinol

Salizylsäure

Saponine

Terpineol

Thujon

Thymol

Zink

Vitamine

Mai oder September (vor oder nach der Blüte)

Sammelzeit

Botanisch

Standort Sonne

Boden durchlässig bis normal

Wasser frisch bis trocken 

Nährstoffe normaler Boden

Halbstrauch 10 -100 

Blüte Juni bis August violett

Kübel geeignet ja

Wirkungsweise

Die hauptsächlichen Wirkungen sind auf die ätherischen Öle und die der Gerb- und Bitterstoffe zurückzuführen, wobei das ätherische Öl neben Cineol und Campher eine große Menge an Thujon enthält. Diesem Wirkstoff sind in verschiedenen Studien antiseptische, antioxidative und antibakterielle Wirkungen nachgewiesen worden.

Weiter sind Bitterstoffe und Gerbstoffe sind im Salbei enthalten, die adstringierend und antientzündlich wirken. Sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Flavonoide, sind für die antioxidative Wirkung der Pflanze verantwortlich.

Relativ unerforscht, aber bei betroffenen Personen eindeutig zu erleben, ist die positive Wirkung von Salbei bei vermehrter Schweißproduktion, etwa in den Wechseljahren, bei verschiedenen Grunderkrankungen oder entsprechender Konstitution.

Genauer betrachtet hat der Salbei so vielfältige Heilwirkungen, dass man ihn zu Recht fast als Allheilmittel bezeichnen kann. 

Anwendung

Die bekanntesten Einsatzgebiete des Salbeis beruhen auf seiner schweisshemmenden Wirkung und den Heilkräften gegen Halsschmerzen. 

Doch der Salbei kann viel mehr. Man kann ihn gegen fast alle Erkrankungen einsetzen, sagt zumindest der Volksmund. 

Innerlich als Tee

Als Tee kann man den Salbei gegen Halsentzündungen aller Art trinken. Er hilft auch gegen Husten, Kehlkopfentzündungen und andere Erkältungserscheinungen. 

Man kann den Salbeitee auch in Fällen von Keuchhusten und Raucherhusten trinken. Er stärkt die Funktion der Lungen. 

Sänger und Sprecher können den Salbeitee gegen Heiserkeit und Kehlkopfentzündung anwenden. 

Der Salbeitee hilft auch bei der Verdauung, er stärkt den Magen und regt die Verdauungstätigkeit an. Er fördert den Stoffwechsel und hilft auch dabei Übergewicht abzubauen. 

Bei zu starkem Schwitzen hemmt Salbeitee die Schweissbildung. Diese Fähigkeit kann man beispielsweise in der Pubertät nutzen, oder auch während der Wechseljahre, wenn man durch die Hormonumstellung zu Hitzewallungen und Schweissattacken neigt. Auch Nachtschweiss kann man mit Salbeitee lindern. 

Da der Salbei östrogenartige Substanzen enthält, hilft er gegen allerlei Wechseljahrsbeschwerden und auch Menstruationsbeschwerden in jüngeren Jahren. 

Bei stillenden Müttern bremst Salbeitee die Milchproduktion, was vor allem in der Abstillphase sehr nützlich sein kann und Milchstau verhindern hilft. 

Zusammen mit Schafgarbe und Birkenblättern kann man Salbeitee bei Diabetes trinken. Man kann damit zwar keine schweren Fälle heilen, aber man kann die sonstige Behandlung und Diät unterstützen. 

Äußerlich als Tee

Den Salbei kann man äusserlich als Waschung, für Spülungen und für Bäder anwenden. 

Er hilft in dieser Form gegen schlecht heilende Wunden, Ekzeme und Geschwüre. Die Wirkung von Insektenstichen kann gemildert werden. 

Auch die Schwitzneigung kann man durch Salbeiwaschungen oder Bäder bremsen, beispielsweise bei Fussschweiss. 

Gegen Entzündungen der Mundschleimhaut und Zahnfleischentzündungen kann man den Mund mit Salbeitee ausspülen. 

Ätherisches Öl - innerlich

Das ätherische Öl des Salbeis kann in niedriger Dosis innerlich eingenommen werden, wenn man über hochqualitatives Salbeiöl verfügt. Es wirkt kräftigend, appetitanregend und krampflösend. 

Bakterien werden abgetötet und Entzündungen gebremst. Auch als ätherisches Öl hemmt der Salbei die übermässige Schweissbildung. 

Gegen Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Salbeiöl inhalieren. 

Ätherisches Öl - äusserlich

Äußerlich wirkt das ätherische Salbeiöl bei verdünnter Anwendung wundheilend und adstringierend. Es lindert rheumatische Schmerzen. 

Achtung!
Das ätherische Salbeiöl kann bei entsprechend empfindlichen Menschen epileptische Anfälle auslösen! 

Andere Anwendungen

Gekaute Salbeiblätter helfen gegen Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch. 

Wenn keine Zahnpasta verfügbar ist, kann man durch Salbeikauen auch die Zähne reinigen. 

Salbeiprodukte sind in der Kosmetik sehr beliebt. Haut, Haar und Zähne profitieren von einer Anwendung. So helfen Präparate mit Salvia aufgrund der antiseptischen Wirkung bei Pickeln und unreiner Haut. Das Kauen der reinen Salbeiblätter trägt zur Zahnreinigung bei, pflegt zusätzlich die Mundschleimhaut und weist sogar einen zahnaufhellenden Effekt auf. Bei dunklem Haar deckt auf den Haaransatz aufgetragener Salbeitee die ersten grauen Haare ab.

Ein salbeihaltiges Deodorant oder ein Fußbad mit Salbei helfen gegen unangenehmen Körpergeruch und das verringert das Schwitzen.

Schafgarbe

Auf dem Weg nach Troja, um die schöne Helena zurück zu ihrem Mann Agamemnon zu bringen, hielten die Griechen der Legende nach zunächst das Königreich Mysien für die legendäre Stadt. Als sie begannen, die Ländereien zu plündern, stellte sich ihnen der mysische König Telephos in den Weg und wurde während der Kämpfe vom Helden Achilles am Oberschenkel verletzt. Als Achilles und die Griechen ihren Fehler erkannten, versorgte Achilles die Wunde des Königs mit einem heilwirkenden Kraut, welches fortan seinen Namen tragen sollte: Achillea millefolium, besser bekannt unter dem Namen Gemeine Schafgarbe.

Während Achillea eine direkte Referenz zum griechischen Helden ist, spielt der Zusatz millefolium auf das Aussehen der feingliedrigen Blätter des Krauts an. Diese „tausend Blätter“ (im lateinischen steht „mille“ für tausend und „folium“ für Blatt) gehören bis heute zu den markanten Erkennungsmerkmalen der Pflanze.

Darüber hinaus wird sie in Sagen oft mit Heldentum, Kraft und Heilung in Verbindung gebracht und trug im Mittelalter den Beinamen „Hexenkraut“. 

Heilwirkung

antibakteriell
antibiotisch
appetitanregend
blutreinigend
blutstillend
desinfizierend,
entzündungshemmend
gefässtonisierend
krampflösend
wundheilend


 

Inhaltsstoffe

ätherisches Öl

Azulen

Eukalyptol

Gerbstoffe

Flavone

Bitterstoffe

antibiotische Substanzen

Sammelzeit

das ganze blühende Kraut, Blüten 
Hochsommer

Standort Sonne 

Boden durchlässig bis lehmig 

Wasser frisch bis trocken 

Nährstoffe normaler bis nährstoffreicher Boden 

Staude 20-60 

Blüte Juni bis Oktober weiß

Balkon und Kübel geeignet ja

Botanisch

Wirkungsweise

Die Schafgarbe ist als Frauenkraut sehr geschätzt. So gibt es den Spruch „Schafgarbe im Leib tut wohl jedem Weib“. Da sie sehr menstruationsregulierend ist. Das heißt sie fördert einerseits eine zu geringe Blutung, kann aber auch eine zu starke Blutung hemmen. Außerdem sorgt sie für eine gute Durchblutung der Organe und lindert Krämpfe!

Die in der Schafgarbe enthaltenen Bitterstoffe fördern die Verdauung und regen die Verdauungssäfte an. Die Gerbstoffe hingegen wirken zusammenziehend und entzündungshemmend und sorgen so für eine gute Wundheilung. Auch die vielen ätherischen Öle wirken durch ihre keim- und pilzhemmenden Eigenschaften für eine schnellere Heilung. 

Bei Nasenbluten, zu starker Mensblutung, Wunden oder Hämorrhoiden kann sie blutstillend wirken. 

Man kann die Schafgarbe innerlich, sowie äußerlich anwenden, nur wer eine Allergie gegen Korbblütler aufweist, der solle auf sie verzichten.

Achillea enthält ätherisches Öl (unter anderem Azulen), Bitterstoffe (wie Achillein und Moschatin), Gerbstoffe, Flavonoide und verschiedene Mineralien (besonders Kalium).

Die ätherischen Öle und Bitterstoffe machen Schafgarbetee zu einem aromatischen Bittermittel zur Appetitanregung, zur Entwässerung, sowie als Mittel bei Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden. Der hohe Kaliumgehalt regt zusammen mit den anderen Inhaltsstoffen die Nierentätigkeit an.

Das Azulen wirkt krampfstillend und -lösend, desinfizierend und entzündungshemmend.

Deshalb sind Achillea-Abkochungen zur äußeren und inneren Wundbehandlung (zum Beispiel Blutungen in Mund, Darm, Lunge) geeignet. Die innere Anwendung kann durch Schafgarbenbäder unterstützt werden.

Anwendung

Schafgarbe kann man als Tee oder Tinktur anwenden. In diesen Zubereitungsformen eignet sie sich für die innere und äußerliche Anwendung. 

Auch in vielen Mischtees ist die Schafgarbe zu finden, vor allem in Frauentees. 

Besonders hervorzuheben ist auch die Fähigkeit der Schafgarbe bei den Venen den Rückfluss des Blutes zum Herzen zu fördern. Dadurch wird der Kreislauf verbessert und venöse Beschwerden wie Krampfadern, dicke geschwollene Füsse, Durchblutungsstörungen des Herzens und die Schaufenster-Krankheit werden positiv beeinflusst. 

Frisch gepresster Saft

Besonders wertvoll ist der frisch gepresste Schafgarben-Saft. Er muss aber sehr frisch sein und darf auf keinen Fall schon gären. 

Diesen Saft kann man einnehmen; 3 mal täglich einen Teelöffel in einem Glas Wasser verdünnt. 

Äußerlich als Tee

Äußerlich kann man die Schafgarbe als Bäder, für Waschungen oder Kompressen verwenden. 

In Vollbädern eignet sich Schafgarbentee beispielsweise gegen Neuralgien. Auch gegen Geschwüre, schlecht heilende Wunden und Schuppenflechte eignet sich die äusserliche Anwendung. 

Traditionell wurde Schafgarbe bei Verletzungen, die durch Eisen hervorgerufen werden,eingesetzt, beispielsweise bei Schnitten durch Messer. 

Ätherisches Öl

Das ätherische Öl der Schafgarbe ist sehr kostspielig, aber eine wertvolle Rarität. 

Verdünnt kann man es einsetzen für Massagen, Kompressen, Sitzbäder, Fussbäder und in der Duftlampe. 

Verdünnt auf Stirn und Nacken gerieben, hilft es beispielsweise gegen Kopfschmerzen, aber auch gegen viele andere der oben aufgelisteten Einsatzzwecke. 

Schafgarbe in Cremes

Aufgrund ihrer haut-heilenden Wirkung eignet sich die Schafgarbe auch sehr für Cremes und Salben. 

Weitere Anwendungsgebiete von Schafgarbe

Die krampflösende Heillwirkung der Schafgarbe ist nicht nur bei Menstruationsschmerzen empfehlenswert, sondern eine Wohltat bei Blähungen, Völlegefühl und Bauchkrämpfen. Schafgarbe regt die Verdauung und den Gallenfluss an. Sie hilft bei Appetitlosigkeit, Leberbeschwerden und Durchfall.

Das Heilkraut unterstützt die Wundheilung. Es hilft bei inneren Verletzungen, die mit Blutungen einhergehen, Nasenbluten, Blutergüssen, Wunden, Geschwüren, Ekzemen und Verbrennungen. Die Schafgarbe wirkt auf unsere Venen stärkend ein. Daher fördert sie die Durchblutung, mindert das Risiko Krampfadern und Hämorrhoiden zu bilden. Neben der positiven Wirkung auf den Kreislauf, hilft das Heilkraut bei wetterbedingten Kopfschmerzen und Migräne.   

Spitzwegerich

Der Spitzwegerich wächst unauffällig an Wegrändern und auf Wiesen. Auch wenn er unauffällig ist, ist er doch eine wichtige Heilpflanze.

Wer ihn kennt, erkennt ihn schon im zeitigen Frühjahr an seinen langen schmalen Blättern, die wie Lanzen aus dem Boden schießen. Er ist ein wichtiges Hustenmittel und hat außerdem gute Fähigkeiten bei der Wundheilung. 

Wenn man sich in der freien Natur verletzt hat und hat weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei, hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze bedecken. Das schöne am Spitzwegerich ist, dass er da wächst wo man als Wanderer entlang geht, so dass man fast immer diese Heilpflanze in Reichweite hat.

Der Spitzwegerich wird mittlerweile auch in der Landwirtschaft angebaut.

Der Spitzwegerich war Arzneipflanze des Jahres 2014. Der Spitzwegerich wächst unauffällig an Wegrändern und auf Wiesen. Auch wenn er unauffällig ist, ist er doch eine wichtige Heilpflanze.

Wer ihn kennt, erkennt ihn schon im zeitigen Frühjahr an seinen langen schmalen Blättern, die wie Lanzen aus dem Boden schießen. 

Er ist ein wichtiges Hustenmittel und hat außerdem gute Fähigkeiten bei der Wundheilung. 

Wenn man sich in der freien Natur verletzt hat und hat weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei, hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze bedecken. Das schöne am Spitzwegerich ist, dass er da wächst wo man als Wanderer entlang geht, so dass man fast immer diese Heilpflanze in Reichweite hat.

Der Spitzwegerich wird mittlerweile auch in der Landwirtschaft angebaut.

Der Spitzwegerich war Arzneipflanze des Jahres 2014. 

Heilwirkung

antibakteriell (Iridoide)
antiphlogistisch
adstringierend 
blutreinigend
blutstillend
entzündungshemmend
erweichend
harntreibend
immunstimmulierend
Interferonbildung fördernd
leberschützend
reizmildernd (Schleimstoffe)
schleimlösend
wundheilungsfördernd


 

Schleimstoffe

Cumarin

Saponine

Phenylethanoide

Phenolcarbonsäuen

Glykoside/Iridoidglycoside

Gerbstoffe

Hydroxyzimtsäuren

Kieselsäure

Vitamin C

Kalium

Zink

antibiotische Stoffe

ätherisches Ö

 Kaffeesäurederivate

Lab-Enzym

Chlorogensäure

Neochlorogensäure 

Inhaltsstoffe

Sammelzeit

Blätter
Frühling bis Hochsommer

Botanisch

Standort Sonne bis Halbschatten 

Boden normal 

Wasser feucht bis trocken 

Nährstoffe normaler bis nährstoffreicher Boden 

Staude 10-30 

Blüte April bis September braun

Balkon und Kübel geeignet ja

Wirkungsweise

In der Heilkunde werden nur die Blätter des Spitzwegerichs genutzt. Sie enthalten wichtige Inhaltsstoffe. Den größten Anteil machen mit 6,5 Prozent Gerbstoffe aus. Sie verbinden sich mit den Eiweißstoffen der Haut und bilden so eine Schutzschicht. Dadurch können Wunden und Entzündungen schneller heilen und Blutungen gestoppt werden.

Die Schleimstoffe (2 bis 6 Prozent der Inhaltsstoffe) im Spitzwegerich legen sich auf die Schleimhaut in Mund und Rachen und wirken damit reizmildernd. Außerdem enthält Spitzwegerich sogenannte Iridoidglykoside (2 bis 3 Prozent) wie Aucubin und Catapol, die antibakteriell wirken.

Auch Flavonoide, Kaffeesäurederivate, Saponin, Kieselsäure und Mineralstoffe wie Zink und Kalium sollen zur heilenden Wirkung von Spitzwegerich beitragen.

Die antibiotische Wirkung des Spitzwegerichs ist keine lobende Umschreibung im Volksmund, sondern medizinisch bewiesen. Der enthaltene Pflanzenstoff Aucubin ist in seiner Wirkung, je nach Dosis, mit der des Penicillins zu vergleichen. Bis zur Isolierung und Bestimmung dieses Stoffs dauerte es natürlich bis in 20. Jhd.; die Wirkung herausgefunden hat man jedoch schon im Mittelalter. Spitzwegerichsaft weigerte sich, anders als andere Pflanzenauszüge, bei längerer Lagerung zu schimmeln!
Diese antibiotische Wirkung ist es auch, die Spitzwegerich als perfekten Helfer in der Not, wenn Sie sich beim Wandern Blasen zugezogen, einen Wolf gelaufen, sich anderweitig verletzt haben oder sie ein besonders böser Insektenstich plagt. Einfach ein paar frische Blätter abzupfen, kurz zerreiben oder zerkauen und auf die schmerzende Stelle geben. Der Spitzwegerich tötet zuverlässig Infektionen verursachende Erreger ab und versieht die Wunde mit einem schützenden Film, der die Wundheilung beschleunigt. Zudem besitzt er blutstillende Eigenschaften, der auch bei größeren Wunden den Verlust bis zur ordentlichen medizinischen Versorgung verringern kann.
Besonders jedoch bei Mund-, Rachen- und Atemwegsleiden hat das Lungenkraut sich bewährt. Die Schleimstoffe, die auch die äußerlichen Wunden verschließen, überziehen Hals und Rachen mit einer Entzündungen beruhigenden und verhindernden Schicht, während sich die antibiotische Wirkung um Krankheitserreger kümmert. Schleimhäute werden beruhigt, da die ebenfalls enthaltenen Gerbstoffe zusammenziehend wirken. Hustenreiz wird gelindert, das Abhusten von Schleim gefördert, die Bronchien beruhigt. Sogar bei Leberleiden und Augenentzündungen soll eine Verwendung von Spitzwegerich unterstützend zur schulmedizinischen Behandlung wirken!

Anwendung

Was kann man alles aus Spitzwegerich machen?

Aus Spitzwegerich kann man folgende Dinge machen: Tee, Sirup, Saft, Umschläge, Brei, Salat, Spinat, Pesto, Öl, Creme, Salben, Tinkturen, Smoothie, Suppen, ... 

Der Spitzwegerich hat, wie viele andere Heilpflanzen, ein breites Spektrum von Heilwirkungen. Seine Haupteinsatzgebiete sind jedoch die Atemwege und die Haut. 


 

Tee für die Atmung

Gegen Husten, Asthma und andere Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Spitzwegerich-Tee trinken. Entweder als reinen Spitzwegerich-Tee oder in Teemischungen. Die übliche Tages-Menge ist 5 Gramm. 

Die Spitzwegerich-Blätter lösen den Schleim, wirken gegen Krankheitserreger und lindern Entzündungen. 

Der Spitzwegerich ist aber nicht nur für die Atmungsorgane hilfreich, sondern fördert auch die Verdauung, regt den Stoffwechsel an und hilft beim Abnehmen. 

Blätter gegen Dermatitis/Ekzem/Wunden

Etwa 5 Gramm getrocknete Blätter in 150 ml kaltem Wasser ansetzen, diese Mischung kurz aufkochen und abseihen/filtern. Mit diesem "Tee" macht man mehrmals täglich Umschläge indem man ein Leinentuch/Mullbinde durchfeuchtet und auf die betroffene Stelle legt. 

Blätter gegen Laryngitis, Pharyngitis und Tracheitis

Spitzwegerich Tee Zubereitung: Etwa 5 Gramm fein geschnittener getrockneter Blätter mit 150 ml heißem Wasser aufgießen, 5 Minuten ziehen lassen. Abseihen/Filtern und mehrmals am Tag langsam trinken.

Spitzwegerichblätter können mit Eibischwurzel und Isländischem Moos kombiniert werden um die Wirkung des Tees zu steigern.

Es gibt auch Fertigarzneimittel für Rachenschleimhautentzündung, Kehlkopfentzündung oder Luftröhrenentzündung als Preßsaft oder Extrakt. 

Blätter gegen unproduktiven/trockenen Husten

Etwa 5 Gramm fein geschnittener getrockneter Blätter mit 150 ml heißem Wasser aufgießen, 5 Minuten ziehen lassen. Abseihen/Filtern und mehrmals am Tag langsam trinken.

Spitzwegerichblätter können mit Isländischem Moos kombiniert werden um die Wirkung des Tees zu steigern.

Es gibt auch Fertigarzneimittel für Husten als Preßsaft oder Fluidextrakt. 

Blätter gegen kleine Verletzungen unterwegs

Der Spitzwegerich ist die beste Medizin für unterwegs, die gleich am Wegrand wächst, wenn man sich beim Wandern verletzt hat. 

Einfach ein sauberes Spitzwegerichblatt zwischen den Fingern verreiben oder zerkauen, auf die Wunde legen und mit einem zweiten Spitzwegerichblatt fixieren. Nach einiger Zeit kann man den verbrauchten Spitzwegerich durch einen neuen ersetzen. 

Blut wird gestoppt und die Wunde desinfiziert, der Heilungsprozess gefördert. 

Pflanzensaft gegen Wunden

Wenn man nicht unterwegs ist, kann man aus den Blättern einen Pflanzensaft herstellen, den man auf Wunden träufeln kann. 

Der Pflanzensaft hilft gegen Abschürfungen, leichte Verbrennungen, kleine offene Wunden, Insektenstiche, Quetschungen, Furunkel und Hämorrhoiden.

Pflanzensaft für Verdauung und Stoffwechsel

Den frisch gepressten Pflanzensaft kann man gegen Verdauungsstörungen einnehmen. Frischpflanzenpreßsaft, Presssaft, Fluidextrakt gibt es auch fertig zu kaufen. 

Er hilft bei Darmentzündungen, Magenschmerzen und reguliert die Verdauungstätigkeit. 

Auch bei Hauterkrankungen kann man den Spitzwegerichsaft innerlich einnehmen. Er wirkt blutreinigend und hilft der Haut beim Abheilen. 

Wurzeln gegen Zahnschmerzen

Bei Zahnschmerzen eine frische Spitzwegerichwurzel kauen. 

Samen gegen Soor

Die Samen des Spitzwegerichs kann man in Wasser einweichen und dann aufkochen lassen. 

Man kann sie Säuglingen gegen Soor (Candidamykosen) geben.   

Der Sonnenhut stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo er in trockenen Prärien und lichten Wäldern heimisch ist. Die amerikanischen Ureinwohner nutzten ihn seit Jahrhunderten als Heilpflanze. Erst im späten 19. Jahrhundert wurde er als Zier- und Heilpflanze nach Europa gebracht.  Heute ist eine beliebte Zierpflanze in europäischen Gärten und wird auch als Heilpflanze (hauptsächlich die Gattung Echinacea) geschätzt. 

Der Sonnenhut hat die Fähigkeit das körpereigene Immunsystem anzuregen. Dies erreicht er unter anderem dadurch, dass er die Fresszellen im Blut und Gewebe aktiviert. 

Daher wundert es nicht, dass der Sonnenhut eine sehr beliebte Heilpflanze ist, die gegen Infektneigung eingesetzt wird, beispielsweise wenn man zu Erkältungen neigt oder bei schleichenden chronischen Infektionen. 

Auch bei schlecht heilenden Wunden wird er oft erfolgreich eingesetzt (äußerlich und innerlich). 

Sonnenhut

Heilwirkung

Echinacin

Ätherisches Öl

Echinacosid

Harzstoffe

Betain

Laevulose

Glukose

Inulin

Pentosan

Vitamin C

Fermente 

Inhaltsstoffe

antibakteriell,
antibiotisch,
antiviral,
entzündungshemmend,
immunstimulierend,
schmerzstillend


 

Sammelzeit

Kraut: Juli,
Wurzel: März-April, Oktober 

Botanisch

Standort Sonne 

Boden durchlässig bis normal 

Wasser frisch 

Nährstoffe nährstoffreicher Boden 

Stauden

Schmalblättrige Sonnenhut

Blüte Juni- August pink

Purpur-Sonnenhut 

Blüte Juli- September pink

Blasser Sonnenhut 

Blüte Juli-September Rosa

Wirkungsweise

Die wichtigste Wirkung des Sonnenhutes ist die Vermehrung der weißen Blutkörperchen. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt.

Infektionskrankheiten können besser abgewehrt werden. Allerdings ist es ein Irrtum, zu glauben, dass der Sonnenhut eine Erkältung verhindern oder verkürzen kann, wenn die Erkältung schon begonnen hat. Vielmehr sollte man den Sonnenhut schon vorbeuegend vor einer eventuellen Ansteckung einnehmen. Dadurch werden die weißen Blutkörperchen vermehrt und das Immunsystem auch anderweitig gestärkt, unter anderem durch die Stärkung der lymphatischen Organe. Ein solcherart gestärktes Immunsystem kann dann mit einer Ansteckung besser klarkommen und die Erkältung fällt aus oder verläuft sanfter.

Außerdem hat der Sonnenhut eine antibakterielle Wirkung. Dadurch wirkt der Sonnenhut direkt auf bakterielle Infektionen, wie beispielsweise Hautinfektionen, Furunkel und dergleichen. Man kann den Sonnenhut dann wahlweise als Salbe oder als Umschlag mithilfe einer Tinktur oder eines Tees anwenden. Bei solchen äußerlichen Anwendungen wirkt der Sonnenhut auch leicht schmerzstillend.

Vor allem, wenn eine Wunde schlecht heilt oder eitert, kann der Sonnenhut Abhilfe schaffen.

Nebenwirkung

Normalerweise kommt es nicht zu Nebenwirkungen durch die Anwendung des Sonnenhutes.

Aber wie bei allen Korbblütlern kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Welche Inhaltsstoffe kommen in Sonnenhut vor? 

Beim Purpur-Sonnenhut wird das Kraut verwendet, also alle Pflanzenteile außer der Wurzel, zusätzlich aber auch die Wurzel. In ihr kommen Alkamide und Polysaccharide vor sowie ätherisches Öl und Kaffesäure-Abkömmlinge wie die Cichoriensäure vor.

Als pflanzliche Arznei dient beim Schmalblättrigen Sonnenhut die Wurzel. Sie enthält die gleichen Stoffgruppen wie der Purpurfarbene Sonnenhut, jedoch in anderen Mengen.

In den Wurzeln des Blassen Sonnenhuts stecken unter anderem Ketoalkene und Ketoalkenine. Die Alkamide fehlen. Sonst entsprechen die Inhaltsstoffe den anderen beiden Arten.


 

Anwendung

Meistens wird der Sonnenhut als Fertigpräparat in der Apotheke erworben.

Hierbei kann man im Allgemeinen zwischen Tinkturen und Tabletten wählen, die bei der innerlichen Verwendung keine großen Unterschiede in der Nützlichkeit aufweisen.

Für die äußerliche Anwendung eignet sich vor allem die Tinktur.

Wenn man den roten Sonnenhut im eigenen Garten anbaut, kann man das Kraut auch als Tee einsetzen. Oder man setzt selbst eine Tinktur aus Kraut oder Wurzelstock an. 

Bei manchen Kräuterhändlern kann man das Sonnenhut-Kraut auch kaufen, aber solche Angebote sind selten.

Tinktur

Um eine Sonnenhut-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Sonnenhut-Wurzeln oder -Kraut in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Thymian

Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion. 

Die ausdauernde Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten und duftet würzig vor sich hin. Im Sommer lässt er kleine zartrosa Blüten sprießen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten. 

Die kleinen Blätter lassen sich ziemlich leicht vom holzigen Stengel rebeln und als Küchengewürz oder Tee verwenden. Povencalische Kochrezepte kann man sich ohne Thymian kaum vorstellen. 

Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine größte Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane. 

Heilwirkung

anregend,
antibakteriell,
antibiotisch,
beruhigend,
blutstillend,
desinfizierend, 
eisprungfördernd,
entzündungshemmend,
geburtserleichternd,
krampflösend,
menstruationsfördernd,
pilztötend,
schleimlösend,
schmerzstillend,
schweisstreibend,
tonisierend

Thymol

Kampfer

Carvacrol

Zineol

Geraniol

Limonen

Linalool

Menthon

Terpinen

Bitterstoff

Gerbstoff

Flavonoide

Cumarine

Harz

Saponin

Salicylate

Pentosane

Stigmasterol

Beta-Sitosterol

Zink

Inhaltsstoffe

Blätter März-April, Oktober 

Sammelzeit

Standort Sonne

Boden durchlässig bis normal 

Wasser trocken

Halbstrauch 10-30 

Blüte Mai bis Oktober rosa

Balkon und Kübel geeignet ja

Botanisch

Wirkungsweise

Der echte Thymian (Thymus vulgaris) ist im Mittelmeerraum heimisch und wirkt antibakteriell und antiviral. Dank seiner Inhaltsstoffe Thymol und Carvacrol sowie Lamiaceengerbstoffe, Rosmarinsäure und Kaffeesäure hilft Thymian zum Beispiel bei Erkältungen, Atemwegsbeschwerden, Zahnfleischentzündungen, Hautunreinheiten, Verdauungsproblemen und leichten Depressionen.

Forschende fanden heraus, dass Thymian bei milden Erkältungskrankheiten genauso wirken kann wie ein herkömmliches Arzneimittel - bei Kindern sogar bei Bronchitis. Der sogenannte Quendel (Thymian polygloidis) ist der heimische Bruder des Mittelmeerkrauts - er ist genauso wirksam, aber etwas sanfter als echter Thymian. Allerdings gibt es bisher nur kleinere Studien und weiteren Forschungsbedarf. Als traditionelles Heilmittel wird Thymian aber schon seit Jahrhunderten angewendet und als wirksam beschrieben.

Sehr lecker schmeckt Thymian als Gewürz in der mediterranen Küche. Dort trägt er unauffällig zur Gesundheit bei.

Anwendung

Atmungsorgane

Der wichtigste Einsatzbereich des Thymians sind Erkrankungen der Atmungsorgane. 

Durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekämpft der Thymian Husten und Erkältungen, die durch Krankheitserreger verursacht wurden. 

Die krampflösende Eigenschaft hilft gegen Spasmen beim Husten, was den Thymian auch gut gegen Keuchhusten, Reizhusten und Asthma wirken lässt. 

Ausserdem löst der Thymian den Schleim, der dadurch besser abgehustet werden kann. 

Bei Husten oder anderen Problemen der Atmungsorgange kann man den Thymian als Tee oder Tinktur einnehmen. 

Verdauungssystem

Durch seine ätherischen Öle und die Bitterstoffe hat der Thymian eine günstige Wirkung auf die Verdauungsorgane. 

Man kann ihn zur Stärkung der Verdauungsvorgänge als Gewürz oder als Tee einnehmen. 

Thymian hilft auch gegen Blähungen und Sodbrennen. 

Außerdem kann man ihn gegen Leberschwäche einsetzen. 

Frauenheilkunde

Vor allem die Volksheilkunde betrachtet den Thymian als ein Frauenkraut. 

Durch seine krampflösende Fähigkeiten kann der Thymian Menstruationskrämpfe lindern. 

Er kann auch die Menstruation fördern und den Zyklus regulieren. Thymian regt ausserdem den Eisprung an. 

Da er außerdem östrogenartige Substanzen enthält, ist der Thymian eine hilfreiche Pflanze gegen Wechseljahresbeschwerden. 

Nervensystem

Auf das Nervensystem hat der Thymian eine beruhigende Wirkung. 

Man kann ihn gegen Einschlafstörungen und Alpträume als Tee trinken. 

Früher wurde er sogar gegen Epilepsie verwendet. 

Auch gegen Katzenjammer nach ausgedehnten Trinkgelagen soll er helfen. 

Vor einer Weile wurde sogar eine Wirkung des Thymians gegen Lepra entdeckt. 

Tee

Einen Thymian-Tee bereitet man folgendermassen: 

Man übergiesst einen Teelöffel Thymiankraut mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lässt den Tee fünf Minuten ziehen. Man kann den Tee mit Honig süssen, um die Wirkung noch zu verstärken. 

Diesen Tee trinkt man in kleinen Schlucken und lässt auch den Dampf des Tees auf sich wirken. 

Äußerlich - Bewegungsapparat

Gegen Verletzungen des Bewegungsapparates, wie Verstauchungen, Quetschungen usw. kann man Einreibungen mit Thymian-Tinktur durchführen. 

Auch gegen rheumatische Gelenkschmerzen helfen Thymian-Tinktur-Einreibungen. 

Äußerlich - Hautprobleme

Äusserlich kann man gegen Hautprobleme in Thymian-Aufgüssen baden, Kompressen auflegen oder das ätherische Öl verdünnt oder unverdünnt einsetzen. 

Thymian hilft gegen schlecht heilende und entzündete Wunden und Ekzeme. 

Auch gegen frische Wunden und Schnittverletzungen kann man den Thymian einsetzen. 

Ausserdem hilft Thymian gegen unreine Haut, Pickel und Furunkel. 

Thymian-Tee oder Tinktur kann man auch zum Spülen gegen Entzündungen im Mundraum verwenden. 

Ätherisches Öl

Das ätherische Öl des Thymians setzt sich aus unterschiedlichen Substanzen zusammen, beispielsweise das hochwirksame Thymol und das mildere Linalool. Je nach Standort und Sorte ist die Zusammensetzung der ätherischen Öle unterschiedlich. 

In der Duftlampe eignet sich Thymian zur Raumreinigung und zur Befreiung der Atemwege. 

Verdünnt in Öl (1:100) kann man das ätherische Öl für Einreibungen verwenden. 

Dampfbad

Als Dampfbad desinfiziert er die Atmungsorgane und erleichtert die Atmung. 

Auch gegen Hautunreinheiten hilft so ein Dampfbad. 

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.